Landesrat der Eltern Brandenburg
Landesrat der Eltern Brandenburg

Jahresrückblick des Landeselternsprechers

 

Liebe Eltern, liebe Besucher(innen) unserer Homepage,

 

das Jahr 2016 hat viele Verbesserungen für die schulische Bildung gebracht.

 

 - Zahlreiche Stellen für neue Lehrkräfte und Schulsozialarbeit wurden eingerichtet, so dass wir hoffen können, dass sich in den nächsten Jahren u. a. auch die Vertretungssituation entspannt.

 

 - Die Ergebnisse unserer Schülerinnen und Schüler bei den bundesweiten Vergleichstests können sich sehen lassen. Wir sind in einigen Bereichen jetzt sogar in der Spitzengruppe.

 

 - Für eine verbesserte Qualität des Unterrichts wurden wichtige Weichen gestellt. Das Konzept Gemeinsames Lernen zielt auf mehr individuelle Förderung für alle Kinder ab. 

 

 - Das Pilotprojekt Schulkrankenschwester verspricht einen Einstieg in multiprofessionelle Teams für unsere Schulen.

 

Zu diesen und anderen Themen finden Sie auf unseren Internetseiten vertiefte Informationen.

 

Doch es gibt auch düstere Wolken am Bildungshimmel, die uns Sorgen machen.

 

Der Markt für Lehrkräfte ist weitgehend leergefegt. Der allgemeine Fachkräftemangel ist längst auch im Bildungsbereich angekommen. Brandenburgs Unis bilden zwar mehr als früher, aber längst noch nicht genug fürs Lehramt aus. Wenn sich daran nichts ändert, droht ein Einbruch in der Unterrichtsqualität. Quereinsteiger können nur eine Notlösung sein.

 

Viele Eltern betrachten mit Sorge die geplante Zusammenlegung der naturwissenschaftlichen Fächer im 5. und 6. Schuljahr, denn viele Lehrkräfte fühlen sich dabei überfordert.

 

Der Landeselternrat hat diese und andere Beschlüsse und Entwicklungen kritisch begleitet und konnte wie auch in den vergangenen Jahren Akzente setzen.

 

Ich bedanke mich an dieser Stelle für das Engagement so vieler aktiver Eltern, die nicht nur die 'große Bildungspolitik' beeinflussen, sondern auch wichtiger Bestandteil des Schullebens vor Ort sind.

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern unseres Webauftrittes friedliche und frohe Feiertage und guten Start 2017!

 

Ihr Wolfgang Seelbach, 22.12.2016

Neujahrsgruß des LER-Sprechers 2016

 

Liebe Eltern und Besucher unserer Homepage,

 

ich wünsche Ihnen allen einen guten Start in das neue Jahr 2016!

 

Nehmen wir den Schwung aus 2015 mit und bleiben aktiv, um die schulische Bildung bei den nächsten großen Herausforderungen zu unterstützen.

  • Individuelle Förderung der Begabungen und Schwächen unserer Kinder,
  • mehr Lebensnähe im Unterricht vor Ort,
  • Integration der vielen Flüchtlingskinder in den schulischen Alltag:

bei diesen großen Aufgaben können Eltern helfen: individuell z. B. als Lesepaten und Begleitung bei Projekten, in Gremien durch Organisation und Kooperation mit den Schulleitungen oder auch durch Beratung und Mitwirkung in Elternräten auf Kreis- und Landesebene.

Eine der ersten Maßnahmen bei der Flüchtlingsunterstützung im neuen Jahr 2016 sollte sein, den vielen Helfern vor Ort Unterrichtsmaterialien zur Verfügung zu stellen.

 

Wir brauchen aber auch mehr Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter. Erste Schritte wurden 2015 gemacht, im kommenden Jahr 2016 sollen weitere 145 Lehrkräfte-Stellen zusätzlich über den unmittelbaren Bedarf hinaus geschaffen werden. Hoffen wir, dass geeignete Bewerberinnen und Bewerber gefunden werden!

 

Bei der Schulsozialarbeit hat die Landesregierung einen Fördertopf bereitgestellt, der mit ca. 46 Stellen 2015 schon gut angenommen wurde. Es kommt jetzt auf die Schulträger und Kreise an, mehr Stellen für Schulsozialarbeit einzurichten. Weitere wichtige Bildungs-Baustellen finden Sie auf unserem Internetauftritt unter "Themen" und den anderen Menüpunkten.

 

Auf ein erfolgreiches Bildungsjahr 2016,

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER

 

Mein Jahresrückblick 2015

 

Elternbrief 6/2015, Landeselternsprecher Wolfgang Seelbach, 26.12.2015

 

Der Amtsantritt des Bildungsministers fing nicht gut an …

Als Herr Baaske das Amt von Frau Dr. Münch übernahm, gab es schon in den ersten Monaten Maßnahmen, die unseren Protest hervorriefen:

  • Der Einschulungsstichtag wurde nicht auf den 30.6. verlegt (wie wir angesichts der hohen Rückstellungszahlen gefordert hatten).
  • Ganztagsanträge (VHS) wurden gestoppt.
  • Stunden für außerschulischen Unterricht (Planetarium, umwelt- und museumspädagogische Projekte) wurden gestrichen.
  • 30% der Klassen mit Gemeinsamem Unterricht waren überbelegt. Das Ministerium war nicht bereit, die Sonderpädagogik-Verordnung anzuwenden, die eine Deckelung der Klassenfrequenz auf maximal 23 vorsieht.

Viele Eltern fühlten sich an die ersten Tage von Frau Dr. Münch als Bildungsministerin erinnert, die seinerzeit auch zunächst als verlängerter Arm des Finanzsenators auftrat, um dann nach und nach ihre Rolle als Bildungsministerin u finden und doch noch einige Impulse gesetzt hat.

 

… und wurde dann aber besser!

Dem neuen Bildungsminister muss man zu Gute halten, dass er streitbar und teilweise lernfähig ist, und das, was er verspricht, auch zu halten scheint.

  • Der Stopp für Ganztagsanträge wurde aufgehoben, die Grundschule Wustermark hat als Weihnachtsgeschenk die Genehmigung des VHG-Konzeptes vor kurzem erhalten.
  • Die zurückgenommenen Stunden für pädagogisch wertvollen außerschulischen Unterricht wurden weitgehend doch wieder gegeben und
  • Die Beantragung von Rückstellungen wurde für die Eltern vereinfacht, was zu einer gewissen Beruhigung geführt hat (Siehe unten „Kompromiss zur Früheinschulung!“).
  • Mehr Lehrkräfte wurden eingestellt (siehe unten „Endlich mehr Lehrerstellen!).

 

 

 

Kompromiss zu Früheinschulung!

Mit der Vereinfachung des Antragsverfahrens auf Rückstellung und dem hohen Anteil an Genehmigungen ist das Ministerium den Eltern einen wichtigen Schritt entgegengekommen. Hier gab es auch Konsens im Landtag.

Dennoch: Die Antragszahlen für Rückstellungen waren im vergangenen Jahr weiterhin sehr hoch und es gibt vermutlich nach wie eine hohe Dunkelziffer an nicht informierten Eltern. Das bestätigt unsere Forderung nach Verschieben des Einschulungsstichtages vom 30.9. auf den 30.6. Dabei sollten frühreife Kinder selbstverständlich auf Antrag auch früher eingeschult werden.

Unterstützung für die Verlegung des Einschulungsstichtages gibt es von der Linken und der CDU. Die SPD hat sich immerhin für eine ergebnisoffene Prüfung ausgesprochen.

 

 

Endlich mehr Lehrerstellen!

Nach vielen Jahren unverändertem Schüler-Lehrer-Verhältnis wurde im Sommer 2015 die im Koalitionsvertrag angekündigte Erhöhung der Stellenzahl mit einer ersten „Rate“ von 145 Stellen umgesetzt. Weitere „Raten“ von je 145 zusätzlichen Stellen sollen dann in den nächsten Schuljahren folgen.

Gleichzeitig wurden mehr Stellen für Flüchtlingskinder eingestellt. Die gut 100 Stellen, die an das Pilotprojekt Inklusion gebunden sind, bleiben bestehen. So haben wir einen Schub von neuen Lehrkräften, die hoffentlich frischen Schwung und Entlastung in die Schulen bringen.

In den nächsten Jahren wird es dann allerdings voraussichtlich weniger um die Bereitstellung von Stellen und dem good will der Politik gehen, sondern darum, geeignete Lehrkräfte zu finden – der Lehrkräftemarkt ist jetzt schon ausgedünnt.

 

 

Gemeinsamer Unterricht bewährt sich!

Im vergangenen Jahr ist das 3-jährige Pilotprojekt Inklusive Grundschulen abgelaufen, an dem sich knapp 20% der Grundschulen beteiligen. Alle teilnehmenden Schulen verlängern um 2 Jahre. Die pauschale Zuteilung von Förderstunden hat sich bewährt und die Schulleitungen können damit nach übereinstimmenden Aussagen viel besser langfristig planen. Das bestätigt unsere Position. Der LER hatte seinerzeit das Projekt unterstützt, aber begleitend weitergehende Forderungen zum Gelingen individueller Förderung aufgestellt.

Der Gemeinsame Unterricht (GU) hat bei uns eine lange Tradition, der bis in die Gründungszeit unsere Bundeslandes Brandenburg zurückreicht.

In diesem Jahr gab es auch im Landtag wieder ideologisch motivierte Debatten um den Begriff „Inklusion“. Der Begriff „Inklusion“ führt offenbar immer wieder zu Missverständnissen, weil er sowohl eine gesamtgesellschaftliche Dimension hat, die weit über schulische Bildung hinausreicht, als auch eine pädagogische fachliche Ausprägung hat.

Der Landeselternrat hat sich seit 2011 öffentlich mehrfach dazu klar geäußert und diese Positionen auch im vergangenen Jahr 2015 noch einmal bestätigt (nachzulesen auf der Homepage). Ich trete dafür ein, dass einerseits die Bedingungen für individuelle Förderung und Gemeinsamen Unterricht verbessert werden und andererseits nachgefragte Förderschulen nicht geschlossen werden. Nur so lässt sich das Elternwahlrecht zwischen Regelklasse und Förderschule aufrechterhalten.

Der LER wird sich im Januar 2016 mit der Resolution des Bundeselternrates und dann im Frühjahr 2016 mit der Evaluation der Pilotschulen befassen.

 

 

Schulzentren stärken, Ü7 stressfreier gestalten!

Am Ende des Jahres gab es dann noch einen kleinen bildungspolitischen Paukenschlag. Die Regierungsparteien bekräftigten im Landtag die Forderung nach mehr Schulzentren: der Zusammenschluss von Grund- und weiterführenden Schulen soll unterstützt werden. Voraussetzung soll sein, dass Träger, Lehrkräfte und Eltern zustimmen. Das Konzept der Kleinen und Filial-Grundschulen steht dazu nicht im Widerspruch, kann also mit Schulzentren kombiniert werden. Bisher gibt es nur etwas mehr als 30 Schulzentren. Das Ministerium soll dazu ein Konzept vorlegen.

Der Antrag entspricht ziemlich genau dem, was im LER im Rahmen des Demografieberichtes diskutiert wurde. Die Vorteile für Eltern und Schüler liegen auf der Hand: Es können alle oder fast alle Abschlüsse an einem Ort angeboten werden und der Übergang zur weiterführenden Schule („Ü7“) verläuft deutlich stressfreier. Primar- und Mittelstufen-Lehrkräfte können sich gegenseitig befruchten. Die Vertretungsorganisation ist einfacher.

Die bisherigen Rückmeldungen aus der Elternschaft zu den bestehenden Schulzentren sind positiv. Bedenken gab es hinsichtlich der potentiellen Konflikte von Grundschülern mit Älteren während der Pausenzeit. Hier sollten die Schulen die positiven Erfahrungen mit Patenschaften höherer Klassen nutzen. Außerdem lassen sich die Schulhofzeiten entzerren.

Wir werden sehen, wo und wann weitere Schulzentren beantragt werden. Das Konzept soll bis Mitte des Jahres erstellt werden.

 

 

Weitere Schwerpunktthemen können auf der Homepage des LER unter "Themen" nachgelesen werden:

Neue Rahmenpläne auf einer Tagung des LER im LISUM

LuBK (Leistungs- und Begabungsklassen)

Perspektiven des Kunstunterrichts mit Vertretern des Fachverbandes

Schulsozialarbeit

Aufarbeitung der DDR-Geschichte im Gespräch mit Frau Poppe

Qualitätssicherung Schulessen mit einem Vertreter des Qualitätssicherungssystems QBra

Unterrichtsausfallstatistik mit einer Vertreterin des Ministeriums

Kita-Elternvertretung

Kita-Beitragsfreiheit

 

Wolfgang Seelbach

Liebe Eltern,

 

das neue Schuljahr hat begonnen und wir Eltern sind wieder aufgerufen, sich aktiv in der Elternmitwirkung und am Schulleben zu beteiligen.

 

Innerhalb der ersten 4 Wochen stehen die Klassen-Elternversammlungen an. 

 

Die gewählten Elternvertreter aller Klassen versammeln sich dann in der Elternkonferenz der Schule. Hier finden Sie weitere Hinweise und eine Übersicht über die Mitwirkungsgremien:

 

Neu: Gremienbroschüre des MBJS

 

Übersicht des Ministeriums zur Mitwirkung

 

Antworten auf häufige Fragen an den LER zur Mitwirkung

 

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg, 28. August 2015

Widerspruchsrecht bei Zeugnissen

 

Liebe Eltern,

 

es ist wieder Zeugniszeit und auch Lehrkräfte sind nicht immer fehlerfrei. Deshalb von mir einige Tipps und Hinweise.

  • Sie haben das Recht, sich die Notenbildung vom Fachlehrer transparent erklären zu lassen, mit den Teilnoten.
     
  • Sie haben das Recht, Widerspruch einzulegen, z. B. wenn Sie eine fehlerhafte Berechnung vermuten.
     
  • Suchen Sie am besten erst das Gespräch mit Fachlehrkraft und Schulleitung. Eltern sind aber nicht an den Dienstweg gebunden. In krassen Fällen würde ich gleich eine Kopie ans Schulamt und Ministerium senden.

Vorsicht Fehlerquellen:

Immer wieder kommt es vor, dass durch zu frühes Runden Fehler bei der Notenberechnng entstehen, ein Beispiel:

Eine Schülerin der 8. Klasse hat schriftlich eine 2+ und bei sonstigen Leistungen eine 3+. Normalerweise erhält sie dann eine 2-, also auf dem Zeugnis eine 2. Rundet die Lehrkraft die Teilnoten, entsteht rechnerisch eine 2,5, die dann schon mal als 3 auf dem Zeugnis erscheint. 

Mehr dazu auf unserer Homepage:

http://www.landesrat-der-eltern-brandenburg.de/home/f-a-q/wissenswertes-zu-zeugnisnoten/

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern eine gutes Schuljahresende!

 

Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg im Juni 2015

 

Hie noch eine Information des Ministeriums:

Adressen und Telefonnummern für Unterstützung:

 

Beim Verein „Nummer gegen Kummer“  sind die Kinder- und Jugendtelefone montags bis samstags von 14.00 bis 20.00 Uhr gebührenfrei telefonisch zu erreichen: 0800 – 111 0 333; www.nummergegenkummer.de

 

Adressen und Telefonnummern von Erziehungs- und Familienberatungsstellen: www.lag-bb.de/beratungsstellen.htm  

 

Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sind über die jeweilige Regionalstelle des Landesschulamtes erreichbar:

Brandenburg a.d.H.                                     03381-397401

Neuruppin                                                                                                             0331-74035-5000

Frankfurt (Oder)                                          0335-5210413

Cottbus                                                                                                                     0355-4866519

 

 

 

zum 1. April 2015

Fehlende Zeugnisnoten: Unterricht wird jetzt kurzfristig nachgeholt!

Das Ministerium reagiert endlich auf die anhaltenden Elternproteste und zieht Konsequenzen aus dem Zeugnisskandal.

Zur Erinnerung: Auf zahlreichen Halbjahreszeugnissen fehlten Zeugnisnoten, weil Unterricht ausgefallen war, insbesondere in Musik. Als erste Konsequenz hatte der zuständige Minister die Reform des Landesschulamtes vor kurzem gestoppt, weil die Schulräte ihn viel zu spät informiert hatten. Jetzt setzt er auch sein Versprechen an die Eltern und Schüler um: Alle ausgefallenen Stunden werden kurzfristig nachgeholt.

Wie gestern aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen im Ministerium bekannt wurde, findet der versäumte Unterricht jetzt an den kommenden Samstagen bis zu den Sommerferien nachträglich statt. Dazu werden 60 Musiklehrkräfte aus den Musikschulen in den Staatsdienst übernommen, zunächst als Angestellte. Den Schulen wird freigestellt, ob sie jeden Samstag 2 Unterrichtsstunden oder 14-tägig je vier Unterrichtsstunden ansetzen. Darüber sollen die Schulkonferenzen entscheiden.

Die Maßnahme soll nicht zu Lasten anderer Fächer gehen. Deshalb werden die Stundentafeln entsprechend erweitert. Während der Osterferien wird dazu eine Novellierung der VV Unterrichtsordnung erarbeitet, die das Stundenvolumen für Grund-  und Sek 1-Schüler zunächst um 4 Stunden erhöht.

 

Neue Rahmenpläne: Mehr Unterricht pro Woche dann ab Schuljahr 2015/16

Bei entsprechender Akzeptanz wird diese Maßnahme auf weitere Fächer ausgedehnt, um den zahlreichen Sonderwünschen, die bei der Rahmenlehrplandiskussion geäußert wurden, gerecht zu werden. Ab nächstem Schuljahr soll dann an allen Brandenburger Schulen der Samstagsunterricht wieder eingeführt werden. Auf Antrag beim Landesschulamt ist auch alternativ Nachmittagsunterricht möglich (9. und 10. Stunde).

Die Gewerkschaften begrüßen die Maßnahme, da mehr Lehrkräfte eingestellt werden. Sie fordern aber in einer ersten Stellungnahme entsprechende Zuschläge für Hausmeister und Schulleiter, da sich deren Anwesenheitspflicht erhöhen würde.

Auch die Elternverbände äußern sich spontan positiv. Sie verweisen darauf, dass eine Entschlackung der Rahmenpläne angesichts der aktuellen Diskussion nicht möglich ist und kein Weg an einer Ausweitung der Wochenunterrichtszeit vorbei geht.

Wolfgang Seelbach, 1.4.2015

[Anmerkung der Redaktion: Liebe Leser(innen), die gewöhnlich gut unterrichteten Kreise waren am 1. April dann doch nicht so gut unterrichtet, so dass diese Nachrichten dann in einigen Kernaussagen als Aprilscherz angesehen werden müssen. Ich danke allen, die drauf reingefallen sind und empört Stellung für die Kinder genommen haben und allen, die sich positiv über diesen gelungenen Scherz geäußert haben.]

Kommentar des Landeselternsprechers zur Landtagsdebatte Einschulungsstichtag

 

Das Problem

1400 Rückstellungsverfahren hätten sich Kinder, Eltern und Schulen ersparen können, wenn der Stichtag 2014 auf den 30.6. gelegt worden wäre.

Deshalb kommt es bei den Betroffenen wie Hohn und Spott an, wenn ihnen gesagt wird, die Stichtagsverlegung auf den 30.6. würde das Problem nicht lösen, sondern man bräuchte bessere Schulen.

Vor 15 Jahren gab es mit 800 Anträgen auf Früheinschulung eine kleine Früheinschulungseuphorie, die zur Rückverlegung des Stichtages (2005) führte. Diese Euphorie ist längst verschwunden, im Gegenteil: 2000 Anträge auf Rückstellung im Jahr 2014 müssten eigentlich ausreichen, um diese Entscheidung zurückzunehmen. Der Vorwurf bleibt im Raum, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

Die Maßnahmen des Ministers zur Vereinfachung der Verfahren wurden von allen Seiten begrüßt. Ob die Elternschaft damit zufrieden ist, wird sich zeigen. Der Landeselternrat wird sicherlich am 30.6. festhalten.

 

Warum sperrt sich das Ministerium so?

Die Vorgängerin von Minister Baaske, Frau Dr. Münch, hatte den Trend weg von der Früheinschulung schon 2013 erkannt und wollte den Stichtag wieder auf den 30.6. vorverlegen. Aus dem Landtag wurde Zustimmung signalisiert. Als die Gemeinden und Schulleiter sich dazu pressewirksam meldeten, wurde dem Ministerium schlagartig klar, dass es zum Ausgleich Gelder für Kita-Plätze und Erzieherinnen an die Kommunen abgeben müsste. Das Problem hat nun Baaske geerbt. CDU und Linke haben übrigens signalisiert, dass sie einem finanziellen Ausgleich für die Kommunen zustimmen würden.

 

Wie geht es weiter?

Der Landtag hat sich mehrheitlich für eine Verschiebung der Entscheidung um ein Jahr ausgesprochen. Der Stichtag 30.6. wurde im Landtag zwar abgelehnt, dennoch kann die vom Landeselternrat unterstützte Elterninitiative „Stoppt die Früheinschulung“ einen Teilerfolg verbuchen. Eine Mehrheit der Abgeordneten ist grundsätzlich für eine Stichtagsänderung und es wird auf den Druck aus der Elternschaft und der Basis der Parteien ankommen, das in einem Jahr parlamentarisch durchzusetzen.

Dabei kommt der Linken eine Schlüsselrolle zu. Sie will in einem Jahr den Stichtag verlegen will, wenn die Rückstellungsquote nicht abnimmt. Der Minister hat indirekt eine andere Messlatte aufgelegt. Er stellt in Aussicht, dass die Anzahl der Genehmigungen von Rückstellungsanträgen zunehmen wird. Auch das würde uns sehr freuen, aber das würde das Problem nicht grundsätzlich lösen.

Die Elternini braucht jetzt einen langen Atem. Sie hat viel für die Betroffenen erreicht, die Rückstellung wird erleichtert. Eine Stichtagsänderung per Gesetz war in wenigen Monaten offenbar nicht umsetzbar. Die Eltern werden weiter kämpfen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Wolfgang Seelbach, 21.3.2015

 

Einschulungsstichtag: Bericht von der Landtagsdiskussion  am 19.3.2015
 

Elternbrief 1/2015 zum Jahreswechsel 2014/2015

Liebe Eltern,

zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Start ins neue Jahr 2015!

Die Landtagswahlen 2014 sind Geschichte und wir erwarten 2015 von der neuen Regierung die Umsetzung der Versprechen zur Verbesserung der Bildungssituation in unserem Land Brandenburg.

Wichtige Maßnahmen sind für uns Eltern die zusätzliche Schaffung von ca. 700 Lehrerstellen, 100 weitere Schulsozialarbeiter und strukturelle Anpassungen in der Schullandschaft. Im Folgenden Schwerpunkte unserer Arbeit, die uns im neuen Jahr sicherlich beschäftigen werden:

Unterrichtsausfall

2% Unterrichtsausfall klingt wenig, aber vor Ort ist die Situation oft ganz anders. Wenn die einzige Sonderpädagogin an einer Grundschule ausfällt oder in der Abiturvorbereitung ein großer Teil des Englischunterrichtes ausfällt, sind landesweite Durchschnittswerte kein Trost. Wir erwarten, dass die geplante Aufstockung des Lehrpersonals hier Abhilfe schafft und es in Zukunft keine unvollständigen Zeugnisse wegen Unterrichtsausfalls mehr gibt. Außerdem wird hoffentlich die Qualität der 8 Prozent Vertretungsstunden besser.

Schulsozialarbeit

Die Schaffung von weiteren Schulsozialarbeiterstellen haben wir im Wahlkampf lautstark gefordert und konnten die Politik überzeugen. Das Land will jetzt die Kreise und Kommunen im Umfang von mindestens 100 Stellen unterstützen. Die Umsetzung ist ein komplizierter Prozess, den wir mit den Kreisräten sowie den Eltern- und Schulkonferenzen mitgestalten wollen. Zunächst sind die Schulträger in Abstimmung mit den Schulen aufgerufen, den Bedarf nach mehr Schulsozialarbeit festzustellen. Gleichzeitig müssen sich das Land Brandenburg, die Landkreise und die Kommunen über die Finanzierungsanteile einigen.

Förderung

Nach wie vor ist die individuelle Förderung eine große Herausforderung für die Schulen. Einige Fortbildungsmaßnahmen und Verbesserungen der Lehrkräfteausbildung sind auf den Weg gebracht, können aber erst mittel- und langfristig wirken. Deshalb erhoffen wir uns von den neuen Lehrkräften auch kurzfristige Effekte. Dabei kümmert sich differenzierter Unterricht nicht nur um die Behebung der Schwächen. Die gezielte Förderung von Begabungen und Talenten ist genauso wichtig.

Gemeinsamer Unterricht

Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne festgestellten Förderbedarf hat in Brandenburg eine lange Tradition und soll mit den Pilotschulen Inklusion eine Verbesserung erfahren. Eine gründliche Auswertung der ersten drei Jahre des Pilotprojekts steht im Herbst 2015 an. Die ersten Zwischenberichte zeigen, dass die Leistungen der Schüler an den Pilotschulen nicht schlechter, sondern leicht besser sind. Unabhängig davon halten wir am Elternwahlrecht zwischen Regelklasse und Förderschule fest.

Parteien

Die Antworten der politischen Parteien auf unsere Wahlprüfsteine zeigen, dass die Politik bereit ist, mehr Geld in die Bildung zu investieren. Dennoch besteht in der Elternschaft ein tiefes Misstrauen gegenüber professionellen, rhetorisch geschulten Politikern. Die Ängste vor parteipolitischer Beeinflussung und Indoktrination der Kinder stießen im Vorfeld der Wahlkämpfe bei den Parteien auf Unverständnis. In mindestens zwei Fällen kam es zu einer Verletzung des Verbots der Parteienwerbung auf Schulhöfen. Der direkte Meinungsaustausch mit Parteienvertretern sollte im kommenden Jahr zumindest im Landesschulbeirat verstärkt werden. Dazu waren in der Vergangenheit  nicht alle Parteien des Landtages bereit.

Unterrichtsqualität

Die Spitzenergebnisse im Ländervergleich Mathematik und Naturwissenschaften haben gezeigt, dass Brandenburg nicht immer die rote Laterne haben muss. Folgerichtig gab es beim Bildungsmonitor 2014 bei der Schulqualität einen 6. Platz im Ländervergleich. Nicht berücksichtigt war dabei allerdings unser Problem-Fach Englisch. Man darf darauf gespannt sein, wie sich beim nächsten Leistungsvergleich die Feriencamps der Englisch-Lehrer auf die Schülerleistungen auswirken.

Schulstruktur

Im ländlichen Raum stehen wegen der demografischen Entwicklung Zusammenlegungen und die Schaffung von Schulverbünden und Schulzentren an. Außerdem ist die Akzeptanz der Oberschulen oft zu gering, Gesamtschulen sind häufig übernachgefragt. Vertiefungszüge sollen die Oberschulen jetzt besser auf die Oberstufe vorbereiten. Mit diesen notwendigen Anpassungen haben wir uns schon in der Vergangenheit beschäftigt und werden sie im Rahmen unserer Mitwirkungs- und Beratungsfunktion begleiten.

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg

Elternbrief 8/2014 Zeugnisnoten im Schuljahr 2014/15

 

Wissenswertes zur Berechnung von Jahresnoten (Stufe 1-10)

 

Liebe Eltern,

 

bald gibt es wieder die Halbjahreszeugnisse. Die meisten Zeugnisnoten entsprechen den Erwartungen, aber manchmal hat man doch Zweifel, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Deshalb sollte man wissen, wie die Zeugnisnoten zustande kommen. Fragen Sie die Lehrkraft, Sie werden sicherlich transparent informiert werden!

Hier der Versuch einer vereinfachten Darstellung wichtiger Regelungen aus der VV Leistungsbewertung und der Sek 1-Verordnung, ohne Gewähr - im Zweifel besser nochmal selber nachlesen.

Vorbemerkung: "Schriftliche Arbeit" im Sinne der VV Leistungsbewertung wird hier vereinfacht als "Klassenarbeit" bezeichnet, "schriftliche Lernerfolgskontrolle" als "Test".

In der Sek 1 und Sek 2 sind die schriftlichen Arbeiten die Klassenarbeiten, Klausuren und Kursarbeiten, meistens 4 im Jahr. Die sonstigen Leistungen sind Tests, Vorträge, mündliche Mitarbeit und Weiteres.

In der Grundschule werden Klassenarbeiten und Tests vor der Ermittlung der Jahresnote zusammengefasst.

 

 

Jahresnote auf dem Jahrgangs-Zeugnis

Grundschule: Klassenarbeiten und Tests gehen zu 40% (Jg. 1-4 max. 40%), sonstige zu 60% in die Jahresnote ein.

Sekundarstufe 1 (Jg. 7-10): Klassenarbeiten und sonstige Leistungen gehen zu jeweils 50% in die Jahresnote ein.

 

Beispiel Sek 1:

Klassenarbeiten 4, 4, 3, 2 ergibt einen Mittelwert von 13/4 = 3,25

Sonstige Leistungen: Tests, Vorträge, Mitarbeit 4, 3, 4, 4, 3, 5 ergibt 23/6 = 3,83

Übrigens: Bei den Sonstigen Leistungen kann die Lehrkraft auch die Teilnoten gewichten, je nach Bedeutung und Länge des Tests. In diesem Rechenbeispiel wurde darauf verzichtet.

 

Weiter zur Jahresnote (Sek1): (3,25 + 3,83) / 2 ergibt eine 3,54 , also auf dem Zeugnis eine 4 .

 

Beispiel Grundschule:

Klassenarbeiten und Tests: Teilnote 4

Sonstige Leistungen: Teilnote 3,1

Jahresnote 4 * 0,4 + 3,1 * 0,6 ergibt 3,4 , also auf dem Zeugnis eine 3 .
 

Achtung Fehlerquelle! Gerundet wird erst vor der Ermittlung der Jahresnote. Schriftliche und sonstige Leistungen dürfen also nicht auf eine Ganzzahl gerundet werden. Das ist nicht überall bekannt! Im Beispiel Sek1 käme dann also fälschlicherweise rechnerisch eine 3,5 heraus.

 

Abschlussnote 10. Schuljahr in Mathe, Deutsch und Englisch

Diese setzt sich aus der Jahresnote (60%) und dem Ergebnis der (zentralen) schriftlichen Prüfung (40%) zusammen. In Englisch gilt: Jahresnote 60%, schriftl. Prüfung 20%, mündliche Prüfung 20%.

Ausnahme: Die Schülerin macht eine (mündliche) Zusatzprüfung in Deutsch oder Mathe.

Dann gilt: Jahresnote 50%, zentrale Prüfung 25%, Zusatzprüfung 25%.

 

Achtung Fehlerquelle! Hier gilt eine besondere Rundungsregel. Bei x,5 wird nach unten abgerundet, also zugunsten der Schülerin. Das ist nicht überall bekannt!

 

Beispiel:

Jahresnote 4, zentrale Prüfung 4, Zusatzprüfung 2 ergibt eine 3,5  (4*0,5+4*0,25+2*0,25).
Die 3,5 wird abgerundet, also Abschlussnote 3 !

 

Mehr dazu in der Sek-1-Ordnung, der VV Leistungsbewertung und für die Oberstufe in der GOSTV.

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg, 15. Dezember 2014

 

Elternbrief 7/2014 zu den ersten Klassenarbeiten im Schuljahr 2014/15

 

Das sollten Sie zum Thema Klassenarbeiten wissen!

 

Liebe Eltern,

kurz vor und nach den Herbstferien werden in der Regel die ersten Klassenarbeiten geschrieben. Auch wenn die Zeugnisse noch weit weg erscheinen, werden jetzt wichtige Vorentscheidungen für die Zeugnisnote getroffen.

 

In der Sekundarstufe 1 (7. bis 10. Schuljahr) hängt von dieser Klassenarbeit 25% der Zeugnisnote ab. Weitere 25% werden durch die zweite Klassenarbeit festgelegt, sonstige Leistungen gehen dann zu 50% in die Note ein.

 

In der Grundschule sind die sonstigen Leistungen mit mindestens 60% stärker gewichtet. Klassenarbeiten und Tests werden vor der Ermittlung der Jahresnote zusammengefasst und gehen zu 40% in die Note ein. Für die Klassenstufen 1 bis 4 gilt sogar maximal zu 40%. Die Lehrkraft hat also in den Klassen1 bis 4 noch Spielraum, die sonstigen Leistungen stärker zu berücksichtigen. Häufig gibt es jedoch schulinterne Festlegungen im Rahmen der Verordnungen. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei der Schulleitung oder der Klassenlehrkraft!

 

Sind Sie mit der Bewertung durch die Lehrkraft nicht einverstanden oder verstehen Sie etwas nicht, fragen Sie gleich nach! „… Eltern sind über die Anforderungen, die zu erbringenden Leistungen, die Zahl und Art der schriftlichen Arbeiten und weiterer Leistungsnachweise, deren Gewichtung und die Möglichkeiten einer angemessenen Vorbereitung zu informieren.“ und „Die Leistungsbewertung muss nachvollziehbar und verständlich sein.“ heißt es in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift (VV Leistungsbewertung §4 (2), Satz 1 und §2 (2), Satz 3).

 

Lassen Sie sich den Klassenspiegel geben! Denn wenn mehr als ein Drittel der Arbeiten „5“ oder „6“ sind, muss geprüft werden, ob die Arbeit überhaupt gewertet wird. Dabei sind die Eltern einzubeziehen, was oft nicht geschieht! „Die Entscheidung, ob die schriftliche Arbeit gewertet oder wiederholt wird, trifft die Schulleitung nach Rücksprache mit der Lehrkraft, den Elternsprecherinnen und Elternsprechern und den Klassensprecherinnen und Klassensprechern.“ (VV Leistungsbewertung §8 (5), Satz 2). Das gilt übrigens für die Klassenstufen 2 bis 10, mit Ausnahme Gymnasium 10. Klasse.

 

Immer wieder kommt es vor, dass Lehrkräfte plötzlich mit Tests oder anderen Lernzielkontrollen versuchen, wieder Ruhe in die Klasse zu bekommen oder einzelne Schüler(innen) vorführen, die sich undiszipliniert verhalten haben. Das ist zwar menschlich aber unprofessionell und nicht erlaubt. „Die Leistungsbewertung ist kein Mittel der Disziplinierung.“ (VV Leistungsbewertung §2 (3), letzter Satz).

 

Mehr dazu finden Sie in der VV Leistungsbewertung auf den Seiten des MBJS. Beachten Sie: Die Klassenarbeit wird dort im Fachdeutsch als „Schriftliche Arbeit“ und ein Test als „schriftliche Lernerfolgskontrolle“ bezeichnet.

Weitere Informationen zur Zusammensetzung der Zeugnisnote.

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg, Oktober 2014

 

Elternbrief 6/2014 zum Schuljahresbeginn 2014/15

 

Liebe Eltern,

 

das neue Schuljahr hat begonnen und wir Eltern sind wieder aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen.

An den meisten Schulen gibt es einen Förderverein, der nicht nur fundraising betreiben sollte, sondern sich auch in Verbindung mit der Schulkonferenz und den anderen Mitwirkungsgremien an der Auswahl beteiligen sollte, welche Ausstattung bzw. welche Projekte gefördert werden sollen.

 

Sie können sich auch bei "außer-Haus-Aktivitäten" beteiligen, z. B. bei Wandertagen oder Klassenfahrten. Unterrichtshospitationen oder gar eine Unterstützung des Unterrichts sind nach Absprache mit den Lehrkräften möglich.

 

Sind Ihre Kinder in der 1. oder 7. Klasse, dann stehen innerhalb der ersten 4 Wochen die ersten Klassen-Elternversammlungen an. Diese werden von der Schule festgelegt. Zu allen weiteren Elternversammlungen laden dann die von Ihnen gewählten Elternvertreter ein.

 

Die neu gewählten Elternvertreter sollten sofort Kontakt zur Schulelternsprecherin aufnehmen, falls nicht die Klassenlehrerin oder die Schulleitung das schon entsprechend organisiert hat. Sie werden dann in den Verteiler auf genommen und erhalten demnächst die Einladung für die erste Elternkonferenz aller Klassenelternsprecherinnen.

 

Neuwahlen zu den Gremien finden in der Regel erst wieder nächstes Jahr statt, da wir uns mitten in einem 2-Jahres-Turnus befinden. Dennoch wird möglicherweise der eine oder andere Posten zu besetzen sein, wenn Kinder die Schule verlassen. Fragen sie ruhig bei der Schulleitung nach, wenn irgendwas nicht läuft. Insbesondere bei Fachkonferenzen höre ich immer wieder, dass die Kommunikation nicht gut funktioniert.

 

Innerschulische Konflikte werden häufig in den Mitwirkungsgremien angesprochen und geklärt. Weisen Sie klar und deutlich auf Missstände hin, aber verhalten Sie sich kooperativ und partnerschaftlich. Festgefahrene Konfrontationen sind nicht zielführend.

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg, August 2014

 

Bald Vergangenheit?

Glosse zum 1. April

Regierung garantiert 0% Unterrichtsausfall!

 

Petitionen haben Erfolg!

 

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen ist, wird am Dienstagabend ein Maßnahmenplan vorgestellt, der in Zukunft dafür sorgen soll, dass kein Unterricht mehr ausfällt.

Zu den Gründen hieß es aus Kreisen der Regierungskoalition: „Ich bin es leid, immer wieder mit Zweifeln an unserer Statistik und diversen Petitionen konfrontiert zu werden.“ und „Wir fahren jetzt die Nulltoleranzlinie bei Unterrichtsausfall!“.

 

Im Einzelnen sieht die Vorlage folgende Maßnahmen vor:

  • An Grundschulen werden in Zukunft Jahrgangsteams mit bis zu drei Klassen die 100%-Versorgung sicherstellen. Dafür erhält jedes Team eine Lehrkraft mehr, damit kurzfristige Vertretungen unterrichtsnah gestaltet werden können.
  • In inklusiven Klassen unterrichten immer zwei Lehrkräfte.
  • Gesamt- und Oberschulen können auf Antrag ein ähnliches Modell fahren. Dazu muss die Schulkonferenz ein entsprechendes Konzept erarbeiten und dem Schulamt vorlegen.
  • An weiterführenden Schulen werden in den Hauptfächern mindestens 3 Lehrkräfte für je zwei Klassen eingesetzt. Damit werden verstärkt leistungsdifferenzierte Gruppen gebildet und im Vertretungsfall kennt der Lehrer die Klasse.
  • Gymnasien und Berufsschulen führen selbstorganisierten Unterricht in Höhe von 20% verpflichtend durch. Zur Aufsicht können dann auch fachfremde Lehrkräfte flexibel eingesetzt werden. Die Schulvisitation überprüft die Qualität des selbstorganisierten Unterrichts.
  • Lehrkräfte erhalten ein Jahresarbeitszeitkonto, so dass Spitzenbelastungen durch Mehrarbeit abgefangen werden können. Die Überstunden werden in Monaten mit geringem Krankenstand abgefeiert.
  • Auch Beamte erhalten in Zukunft nach 6 Wochen Dienstunfähigkeit weniger Gehalt – analog zu Angestellten. Damit erhofft man sich einen Rückgang der langfristigen Erkrankungen.
  • Elternvertreter kontrollieren die Unterrichtsausfallstatistik vor Ort. Dazu werden von den Elternkonferenzen sogenannte Stundenwächter benannt, die Ausfall- und Vertretungsstatistik prüfen und Zugriff auf alle Klassenbücher haben.
  • Wenn wider Erwarten die Maßnahmen nicht ausreichend greifen, wird ab Schuljahr 2014/15 die Vertretungsreserve nochmals erhöht.

Zweifel an der Finanzierung wurden aus dem Finanzministerium zurückgewiesen: „Durch die Aktivierung versteckter Rücklagen und vorgezogene Öffnung des BER ist die Finanzierung gesichert. Außerdem denken wir über eine Bildungsabgabe für Millionäre nach.“.

 

Protest gibt es von der Lehrergewerkschaft, die eine Deckelung der wöchentlichen Arbeitszeit fordert und Mehrarbeit mit entsprechenden Überstundenzuschlägen honoriert sehen will. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit könne nur mit der Einführung des Streikrechts für Lehrer einhergehen. Letzteres wird wiederum vom Beamtenbund heftig abgelehnt Der Staatssekretär zeigt sich verhandlungsbereit, verweist in diesem Zusammenhang aber auf Zuständigkeiten des Bundes.

 

Zustimmung kommt von den Eltern: Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER, zeigt sich hocherfreut: "Das ist ein großer Erfolg konsequenter Elternarbeit, jedoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Als nächstes drängen wir auf eine Absenkung der Klassenfrequenzen."

 

Und die Opposition?

Die Opposition fühlt sich übergangen und gibt keine öffentlichen Erklärungen ab. Dennoch sickern die unterschiedlichen Positionen durch.

  • Eine große Oppositionspartei will sich inhaltlich nicht äußern, verweist auf die kommenden Landtagswahlen und kündigt an, in einer möglichen Koalition das Vorhaben konstruktiv mitgestalten zu wollen.
  • Eine kleine Oppositionspartei begrüßt die Maßnahmen im Grundsatz, weist aber darauf hin, dass sie viel zu spät kommen und dass die Regierung die Bildung vor die Wand gefahren habe. Der selbstorganisierte Unterricht solle vor allem Klima-, Umwelt- und Tierschutz beinhalten.
  • Eine weitere Oppositionspartei spricht von einem Offenbarungseid der Ministerin und fordert ihren Rücktritt. Sponsoring durch Unternehmen könnte die Finanzsituation der Schulen verbessern. Millionäre sollten von der Bildungsabgabe befreit werden, wenn ihre Kinder auf eine Privatschule gehen.
  • Eine kleine außerparlamentarische Partei würde dem Maßnahmenkatalog nur zustimmen, wenn gleichzeitig festgelegt wird, dass die Schulen eine finanzielle Pauschale erhalten und autonom über die bauliche und personelle Ausstattung verfügen können.
  • Eine andere außerparlamentarische Oppositionspartei meldet erhebliche Bedenken an, denn der Maßnahmenkatalog untergrabe tendenziell die Stabilität des Euro.

apd, 1. April 2014

Elternbrief 5/2014 zur finanziellen Unterstützung durch den Bund

 

Wann kommen endlich die Bildungsmilliarden an die Schulen?

6 Milliarden für die Bildung wurden im Koalitionsvertrag im Herbst 2013 festgelegt - für Wissenschaft, Hochschulen, Kitas und Schulen. Sowohl der Landesrat der Eltern als auch das Ministerium hatten sich eine direkte Finanzspritze für Ganztag und Inklusion erhofft. Doch das Geld wurde zunächst beim Finanzminister geparkt und es dauerte mehr als ein halbes Jahr, bis Genaueres festgelegt wurde. Der Bund übernimmt nun die Bafög-Kosten und entlastet damit die Haushalte der Länder. Diese sollen nun in Eigenregie entscheiden, wie das eingesparte Geld im jeweiligen Land am besten der Bildung zu Gute kommen kann.

 

"Kooperationsverbot": Verwendung der Bafög-Millionen für Bildung ist unsicher!

So weit die Theorie. Aber es gibt keine rechtliche Grundlage für diesen Deal, denn 2006 wurde im Zuge der Föderalismusreform per Grundgesetz (§§91b und 104) eine Einflussnahme des Bundes auf die Bildung in den Ländern ausgeschlossen. Das nennt man "Kooperationsverbot". Dadurch ist es dem goodwill der Länder überlassen, was sie mit dem Geld machen. Als Elternsprecher habe ich schon seit Jahren auf diesen Missstand hingewiesen. Politiker aus allen Parteien fordern die Abschaffung des Kooperationsverbotes - bisher ohne Erfolg.

 

Die Versuchung ist groß.

Es ist zu befürchten, dass die Länder versuchen, sich mit Haushaltstricks um ihr Versprechen herumzudrücken: Längst überfällige Schulsanierungen beispielsweise, die eigentlich aus dem knappen Landeshaushalt bezahlt werden müssten, werden mit dem Bafög-Geld finanziert. Das eingesparte Geld könnte dann z.B. für BER und Schuldenbremse verwendet werden.

Wir sollten deshalb die Verwendung der Bafög-Millionen genau kontrollieren.

 

 

Ist der Bildungsföderalismus noch sinnvoll?

Viele Eltern fragen sich jetzt schon, wozu wir eigentlich den Bildungsföderalismus noch brauchen. Seine historischen Wurzeln liegen in der Kleinstaaterei der vielen Fürstentümer und Grafschaften des Mittelalters. Bildung war damals auf die Elite beschränkt und diente der Herrschaftssicherung der jeweiligen Herrscher.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden im Westen Polizei und Bildung dezentralisiert, um einer neuerlichen Diktatur die Machtübernahme zu erschweren - aus damaliger Sicht sicherlich sinnvoll. Heute haben wir eine andere Situation und die Akzeptanz des Bildungsföderalismus wird weiter schwinden, wenn es Bund und Ländern nicht gelingt, vernünftig zusammenzuarbeiten.

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg, 30.05.2014

Elternbrief 4/2014 zu Schulsozialarbeit

  

Liebe Eltern,

 

wie Sie sicherlich wissen, leisten Schulsozialarbeiter an einigen unserer Brandenburger Schulen eine überaus wichtige Arbeit. Leider gibt es solche Schulsozialarbeiter immer noch nur an einzelnen Schulen, so dass die allermeisten Schulen des Landes ohne eine solche Unterstützung auskommen müssen. An diesen Schulen können dadurch leider keine Schüler wirklich fach- und sachgerecht „aufgefangen“ werden, die in irgendeiner Form Probleme haben oder machen und dadurch u.a. auch nicht sinnvoll am Unterrichtsgeschehen teilnehmen können.

 

Familiäre Probleme z.B., um nur ein mögliches Problemfeld anzusprechen, die sich auch massiv auf Kinder und Jugendliche auswirken können, gibt es überall,

auf dem Land und in den Städten und den sog. Speckgürteln,

in den sog. bildungsnahen sowie den sog. bildungsfernen Familien,

bei Kindern in Oberschulen, genauso wie bei Kindern auf Gymnasien und natürlich auch

bei kleineren Kindern in den Grundschulen ebenso wie bei Schülern aus dem 12. Jahrgang.

 

Drogenkonsum, Amokandrohungen und Suizidankündigungen sind sehr deutliche Anzeichen für entsprechende Fehlleitungen, allerdings sind sie nur die Spitze des Eisberges.

 

Lehrer können sich auf Grund ihrer Lehrtätigkeit zeitlich nur sehr begrenzt und damit häufig sehr unzureichend dieser Schüler annehmen, ihnen helfen, die Probleme zu lösen und sie damit wieder befähigen, sich erneut ihren schulischen Aufgaben zu widmen. Und auch für uns Eltern ist der Einfluss auf unsere Kinder bzw. ihr Verhalten innerhalb der Schule leider zumeist nur gering.


Für uns Brandenburger Eltern ist es daher unerlässlich, dass unsere Kinder in ihren Schulen durch kompetente Schulsozialarbeiter aufgefangen und fach- und sachgerecht betreut werden können, wenn es ihnen nicht gut geht, wenn sie Probleme haben.

Deshalb fordern wir

  1. für jede Brandenburger Schule einen Schulsozialarbeiter, optimal wäre ein Schulsozialarbeiterteam, bestehend aus einer Schulsozialarbeiterin und einem Schulsozialarbeiter, ergänzt durch einen Schulsozialhelfer

  2. die Festschreibung eines solchen Schulsozialarbeiters bzw. eines Schulsozialarbeiterteams für jede Schule im Brandenburgischen Schulgesetz

     

    Der Landeselternrat wird dazu die Parteien befragen und Sie, die Eltern, über die eingegangenen Antworten auf dieses Schreiben informieren und ggf. weitere Maßnahmen im Hinblick auf unsere Forderungen planen. Selbstverständlich können Sie uns auch Erfahrungen, Meinungen und Anregungen zusenden an wolfgang.seelbach@t-online.de .

Ihr Wolfgang Seelbach für den Landesrat der Eltern Brandenburg, eine Initiative des KER HVL, April 2014

Elternbrief 3/2014 des LER-Sprechers zu Politiker an Schulen

 

Eltern wünschen keinen Wahlkampf an Schulen!

 

Liebe Eltern,

 

es gab in der Vergangenheit nur wenige Schulen im Land, die im Wahlkampf Veranstaltungen mit Politikern durchgeführt haben. Teilweise waren es gut besuchte, ausgewogene und sachliche Podiumsdiskussionen. Es gibt aber auch Berichte von Elternvertretern, dass Profis aus der Politik unter dem Vorwand eines Sachthemas parteipolitisch geworben haben.

In der Zukunft könnten diese Veranstaltungen zunehmen, denn das Wahlalter wurde auf 16 Jahre gesenkt.

Die Fraktionen im Landtag haben aus diesem Grund gefordert, dass sie wieder Zutritt an Schulen erhalten.

 

Die Elterngremien fordern jedoch eine Beibehaltung des Besuchsverbots für Politiker an Schulen während des Wahlkampfs. Politische Bildung muss einen hohen Stellenwert im Unterricht haben. Allerdings ist das Misstrauen groß, dass professionelle Politiker ihre demagogischen Fähigkeiten missbrauchen, um Wahlwerbung für ihre Partei machen, anstatt ihrem Auftrag nachzukommen, an der politischen Willensbildung mitzuwirken.

 

Die seit 2010 geltende 6-Wochenfrist verhinderte, dass in der heißen Phase des Wahlkampfs parteipolitische Werbung an Stelle von politischer Bildung tritt. Auch wenn eine relevante Minderheit im LER den einzelnen Schulen Ausnahmeregelungen zugestehen möchte, so gibt es doch einen breiten Konsens in der Elternschaft, dass die 6-Wochenfrist zum Besuchsverbot für Politiker grundsätzlich bestehen bleiben soll.

 

Wenn das Ministerium nun diese Frist abschafft und den Schulkonferenzen die Entscheidung überlässt, schulbezogene Fristen festzulegen, ist die Schwelle für Missbrauch aus Sicht der Elterngremien zu niedrig gesetzt. Ein nachvollziehbarer Kompromiss wäre es gewesen, die Frist beizubehalten und den Schulen die Möglichkeit zu geben, Ausnahmeregelungen zu schaffen. Dass im Übrigen ausgerechnet ein Schulleiter die Abschaffung des Besuchsverbots initiiert hat, der selber Landtagskandidat ist, hat das Vertrauen in die Politik nicht gerade gestärkt.

 

Diskutieren Sie das Thema an Ihren Schulen, in Elternversammlungen und Elternkonferenzen! Setzen Sie gegebenenfalls über die Schulkonferenz entsprechende Fristen, in denen keine Veranstaltungen mit Parteipolitikern durchgeführt werden. Wahlkampfbezogene Veranstaltungen sollten nur mit Zustimmung und Beteiligung der Elternschaft durchgeführt werden.

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher Landesrat der Eltern Brandenburg, März 2014

 

Hintergrundinformationen zum Thema

Elternbrief 2/2014 zu Leistungsvergleichen

 

Liebe Eltern,

 

ging es Ihnen nicht auch schon so, dass Sie zwar gut einschätzen konnten, wie ihr Kind innerhalb der Klasse steht, aber unsicher waren, was das im Bundesvergleich bedeutet? Hinkt vielleicht die ganze Klasse zurück oder ist weit vorne? Kommen die guten Ergebnisse nur zustande, weil die Lehrkraft die Klassenarbeiten mit nahezu identischen Aufgaben vorbereitet?

Außerdem wissen wir oft nicht, was unseren Kindern eigentlich noch fehlt, um die Standards für die Klassenstufe oder die weiterführenden Schulen zu erreichen.

 

Um diese Fragen zumindest teilweise zu beantworten, führt die Kultusministerkonferenz (KMK) Vergleichsarbeiten durch. Im 3. und 8. Schuljahr nehmen alle Schüler an solch einem „TÜV“ teil, gleichzeitig auf den Tag genau im gesamten Bundesgebiet. Die Aufgaben sind im Vorfeld geheim. Diese Tests heißen VERA 3 und VERA 8 und werden von Profis erstellt. Die Ergebnisse bieten der Lehrkraft wertvolle Hinweise über den Kompetenzstand der Klasse und jedes einzelnen Schülers. Gleichzeitig sind sie gute Beispiele für den Unterricht.

Der Landesrat der Eltern hat sich in seiner Januarsitzung mit Leistungsvergleichen beschäftigt und festgestellt, dass es leider häufig keine Rückkopplung an die einzelnen Eltern bzw. die Elternversammlungen gibt. Deshalb bitte ich Sie, auf den Elternabenden und den Elternkonferenzen nachzufragen und die VERA - Ergebnisse auf die Tagesordnung zu setzen. Ohne diese Nachbereitung ist der Aufwand aus unserer Sicht nicht zu rechtfertigen.

 

Neben den bundesweiten Leistungsvergleichen werden in Brandenburg noch Lernstandserhebungen und Orientierungsarbeiten (OA) durchgeführt. Letztere dienen in den Schuljahren 2, 4 und 8 als zentrale Klassenarbeiten. Der Zeitpunkt der Orientierungsarbeit 8. Schuljahr wird häufig in den Schulen kritisch gesehen, da sie zeitnah mit VERA 8 durchgeführt wird und überwiegend die gleichen Kompetenzen prüft. Einige Fachleute empfehlen daher eine Verschiebung in das 9. Schuljahr.

Zentrale Leistungsvergleiche sind sicherlich zu begrüßen, aber elf Standardüberprüfungen in 8 Jahren sind nach Ansicht von vielen Lehrkräften doch etwas zu viel des Guten, denn die üblichen Klassenarbeiten und Tests kommen ja noch dazu. Vielleicht wäre es besser, die Leistungsvergleiche zu reduzieren und stattdessen intensiver nachzubereiten. Bekanntlich wird das Schwein vom Wiegen auch nicht schwerer … .

 

Ihr Wolfgang Seelbach, Sprecher des Landesrates der Eltern Brandenburg, 27.1.2014

 

Mehr zum Thema    Mehr zu VERA 3 und 8

Elternbrief 1/2014 Neujahrsgruß des Landeselternsprechers

 

Liebe Eltern und Besucher unserer Homepage,

 

zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Start in das neue Jahr 2014!

 

Für die Schulen geht es erfreulicherweise gleich mit einer personellen Aufstockung der Vertretungsreserve los. Die Erhöhung der Vertretungsreserve um 50% soll schon ab 1.1.2014 greifen. Das ist ein Teilerfolg aktiver Elternarbeit. Wir erhoffen uns nicht nur eine Reduzierung des Unterrichtsausfalls auf deutlich unter 2%, sondern auch eine qualitative Verbesserung des Vertretungsunterrichts. Ein Teil der Vertretungsreserve wird den Schulen in Form eines Budgets zur Verfügung gestellt werden, um die Spitzen von 20-30% Ausfall abzufangen. Der Erfolg dieser Maßnahme ist davon abhängig, inwieweit es den Schulleitungen gelingt, ausreichendes Personal zu finden. Hier können Eltern vor Ort unterstützen!

 

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit wird im Herbst die Auswertung der ersten beiden Jahre des Pilotschulprojektes Inklusion sein. Auch wenn wir eine Verlängerung der wissenschaftlichen Begleitung wünschen, so wird unter anderem von diesen Ergebnissen abhängen, wie es mit Inklusion und Verbesserung der individuellen Förderung weiter geht.

 

2014 wird mit den Kommunalwahlen im Frühjahr und den Landtagswahlen im Herbst im Zeichen bildungspolitischer Auseinandersetzungen stehen. Das gibt uns seitens der Elterngremien die Gelegenheit, unsere Forderungen öffentlich zu artikulieren. Ich gehe aber davon aus, dass wir uns von Wahlkampfgetöse nicht anstecken lassen, sondern wie bisher sachlich und pragmatisch argumentieren. 

 

Der Landesrat der Eltern wird sich im Januar schwerpunktmäßig mit Orientierungs- und Vergleichsarbeiten befassen und im Februar dann mit der Lehrkräfteversorgung. Mehr über uns und unsere Arbeit finden Sie unter der Rubrik Über uns . Stöbern Sie, wenn Sie mögen, im Nachrichten-, Beschlüsse- und Thementeil unseres Internetauftritts.

 

Zum Schluss gestatten Sie mir noch einen redaktionellen Hinweis. Auch das Gesicht unserer Seite hat sich zum neuen Jahr etwas verändert. Die chronologische (Bildungs-)Nachrichtenseite ist durch die Fülle der Ereignisse unübersichtlich geworden. Ausgewählte Berichte und Standpunkte finden Sie deshalb sachlich geordnet unter Themen. Auf die Startseite werde ich wechselnde aktuelle Inhalte setzen. Die allgemeinen Hinweise über uns, unsere Arbeit und unsere Aufgaben finden Sie ab jetzt unter Über uns.



Mit freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER

Elternbrief 1/2014 Neujahrsgruß des Landeselternsprechers

 

Liebe Eltern und Besucher unserer Homepage,

 

zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Start in das neue Jahr 2014!

 

Für die Schulen geht es erfreulicherweise gleich mit einer personellen Aufstockung der Vertretungsreserve los. Die Erhöhung der Vertretungsreserve um 50% soll schon ab 1.1.2014 greifen. Das ist ein Teilerfolg aktiver Elternarbeit. Wir erhoffen uns nicht nur eine Reduzierung des Unterrichtsausfalls auf deutlich unter 2%, sondern auch eine qualitative Verbesserung des Vertretungsunterrichts. Ein Teil der Vertretungsreserve wird den Schulen in Form eines Budgets zur Verfügung gestellt werden, um die Spitzen von 20-30% Ausfall abzufangen. Der Erfolg dieser Maßnahme ist davon abhängig, inwieweit es den Schulleitungen gelingt, ausreichendes Personal zu finden. Hier können Eltern vor Ort unterstützen!

 

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit wird im Herbst die Auswertung der ersten beiden Jahre des Pilotschulprojektes Inklusion sein. Auch wenn wir eine Verlängerung der wissenschaftlichen Begleitung wünschen, so wird unter anderem von diesen Ergebnissen abhängen, wie es mit Inklusion und Verbesserung der individuellen Förderung weiter geht.

 

2014 wird mit den Kommunalwahlen im Frühjahr und den Landtagswahlen im Herbst im Zeichen bildungspolitischer Auseinandersetzungen stehen. Das gibt uns seitens der Elterngremien die Gelegenheit, unsere Forderungen öffentlich zu artikulieren. Ich gehe aber davon aus, dass wir uns von Wahlkampfgetöse nicht anstecken lassen, sondern wie bisher sachlich und pragmatisch argumentieren. 

 

Der Landesrat der Eltern wird sich im Januar schwerpunktmäßig mit Orientierungs- und Vergleichsarbeiten befassen und im Februar dann mit der Lehrkräfteversorgung. Mehr über uns und unsere Arbeit finden Sie unter der Rubrik Über uns . Stöbern Sie, wenn Sie mögen, im Nachrichten-, Beschlüsse- und Thementeil unseres Internetauftritts.

 

Zum Schluss gestatten Sie mir noch einen redaktionellen Hinweis. Auch das Gesicht unserer Seite hat sich zum neuen Jahr etwas verändert. Die chronologische (Bildungs-)Nachrichtenseite ist durch die Fülle der Ereignisse unübersichtlich geworden. Ausgewählte Berichte und Standpunkte finden Sie deshalb sachlich geordnet unter Themen. Auf die Startseite werde ich wechselnde aktuelle Inhalte setzen. Die allgemeinen Hinweise über uns, unsere Arbeit und unsere Aufgaben finden Sie ab jetzt unter Über uns.



Mit freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER

Verweise:

Elternqualifizierung vom LISUM Stand Jan 2017
Newsletter-Partizipation 2016-01.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
informative und leicht verständliche Broschüre des MBJS Alles zur Mitwirkung
Elternqualifizierung für Mitwirkung
Landesverband schulischer Fördervereine
Integration der zu uns Geflüchteten
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg
Elternuni 2007 - 2013
AWO-Broschüre des Projektbeirates Inklusion
Bundeselternvertretung Kitas
Bildungsministerium Brandenburg

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