Landesrat der Eltern Brandenburg
Landesrat der Eltern Brandenburg

Beschluss des Kreiselternrates LOS am 5.6.2013



Petition wegen des viel zu hohen Unterrichtsausfalls an den Schulen im Land Brandenburg

 

Sehr geehrte Mitglieder des Petitionsausschusses,

wir, der Kreiselternrat des Landkreises Oder-Spree, reichen hiermit eine Petition ein.

Das Land Brandenburg kommt seinem Erziehungs- und Bildungsauftrag nicht mehr nach.

Dies stellt sich in folgenden Punkten dar:

- Der Unterrichtsausfall liegt derzeit real bei ca. 10 %! (s. Auswertung im Anhang)

- Langzeitkranke Lehrer werden nicht ersetzt. Die Vertretungsreserve wird von den langzeitkranken Lehrern, die es an jeder Schule gibt, schon aufgezehrt.

- Der Unterricht in einzelnen Fächern fällt nicht selten komplett für ganze Schuljahre aus. (Beispiel Physik Jahrgangsstufe 6, [Name ist dem Petitionsausschuss bekannt]) bzw. ganze Klassen haben tageweise gar keinen Unterricht (Klassen 1 / 2 und Klasse 3, [Name ist dem Petitionsausschuss bekannt])

- Die Schulämter reagieren auf An- und Nachfragen der Schulleiter und der Eltern abweisend, vertrösten oder schicken ungeeignetes Personal. (Beispiel [Name ist dem Petitionsausschuss bekannt])

- Es gibt zu wenig Fachlehrer. Das Wahlversprechen der Regierungskoalition, 1000 Lehrer zusätzlich neu einzustellen, wurde nicht eingelöst.

- Mit bis zu 28 Kindern pro Klasse ist die Klassenfrequenz eindeutig zu hoch. Kinder mit Lernbeeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten, die einer besonderen Betreuung bedürfen gibt es mittlerweile in fast jeder Klasse. Diese können in einem Klassenverband von 28 Kindern nicht einmal ansatzweise aufgefangen werden. (Uns ist ein Beispiel bekannt, wo in einer Klasse von 28 Kindern zwölf Kinder mit nachgewiesenen Beeinträchtigungen lernen. Ein geregelter Unterricht war in dieser Klasse über Monate hinweg unmöglich. Erst der zusätzliche engagierte Einsatz zweier Sozialarbeiter der Kommune konnte das Problem lindern. Das Schulamt half nicht!)

Die genannten Beispiele sind keine Einzelfälle, sondern eher die Regel. Bitte finden Sie als Anlage Kopien zum
Schriftverkehr mit dem Schulamt in Frankfurt (Oder).

Wir fordern Sie auf, obige Missstände zu beseitigen, indem neue Lehrer eingestellt werden. Die Vertretungsproblematik bei langzeitkranken Lehrern muss einer Lösung zugeführt und die Klassenfrequenzen auf den Standard von 23 – 25 Kindern reduziert werden.

Als Fakten, die einen Beitrag zur Ermittlung und Beseitigung der Ursachen des Problems leisten können, möchten wir folgende Feststellungen benennen:

  1. Die Schulen haben ihre Kompensationsmöglichkeiten voll ausgeschöpft.
  2. Die Schulämter können und wollen keine weiteren Lehrer bereitstellen, weil sie vermutlich auch keine  Reserven mehr haben.
  3. Das Bildungsministerium ist die Behörde, die Abhilfe schaffen muss, indem mehr Lehrer eingestellt     werden. Es ist aber der Meinung, dass es nichts dergleichen tun muss. (s. Pressemitteilung von Frau Münch in der Anlage)
  4. Das Finanzministerium drängt auf Kürzung der Mittel, obwohl mehr Mittel bereitgestellt werden müssen.
  5. Die Mehrheit im Parlament ist entweder nicht richtig informiert oder nimmt diese Situation hin."

 

Kontakt: Imke Büttgen - ibuettgen@t-online.de - 01708336320 

Unterstützer: KER Potsdam, Sprecher der KER HVL, MOL und TF

 

Petition Antwort FDP.pdf
PDF-Dokument [3.0 MB]
Petition Antwort Grüne.pdf
PDF-Dokument [4.1 MB]

Verweise:

Elternqualifizierung vom LISUM Stand Jan 2017
Newsletter-Partizipation 2016-01.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
informative und leicht verständliche Broschüre des MBJS Alles zur Mitwirkung
Elternqualifizierung für Mitwirkung
Landesverband schulischer Fördervereine
Integration der zu uns Geflüchteten
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg
Elternuni 2007 - 2013
AWO-Broschüre des Projektbeirates Inklusion
Bundeselternvertretung Kitas
Bildungsministerium Brandenburg

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