Landesrat der Eltern Brandenburg
Landesrat der Eltern Brandenburg

Nachrichten aus Bildung und Elternmitwirkung 2016/17

... hier in chronologischer Folge. Zu ausgewählten und nachgefragten Bildungsthemen können Sie auch unter dem Menüpunkt Themen Informationen und Positionen des LER nachlesen.

Jetzt gibt es Geld vom Bund:

5 Milliarden laut CDU für Digitalisierung und 9 Milliarden laut SPD für Sanierung der Schulen.

 

Kippt das Kooperationsverbot?

SPD- Fraktionsvize Hubertus Heil: "Die Koalition hat sich mit den Ländern auf eine Grundgesetzänderung geeinigt, mit der künftig der Bund in kommunale Bildungseinrichtungen investieren kann. Das Kooperationsverbot für Schulen ist damit Geschichte. ... Der Bund kann nun über die Digitale Ausstattung hinaus auch die Sanierung von Schulen, den Ganztagsschulausbau und die Stärkung der Berufsschulen unterstützen." Quelle: Statement vom 14.10.2016

Viele neue Lehrerstellen!

Regierung will klotzen statt kleckern.

 

Die Landesregierung will ernst machen mit dem Versprechen, die personelle Ausstattung der Schulen zu verbessern. Im Rahmen der Qualitätsoffensive für Gemeinsamen Unterricht (GU) werden in den nächsten Jahren ca. tausend zusätzliche Stellen geschaffen, deutlich mehr als im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Schulen werden damit bei der individuellen Förderung von Kindern mit Förderbedarf (z.B."Lernen"), Teilleistungsstörungen (LRS u.a.), besonderen Begabungen oder sprachlichen Defiziten unterstützt.

 

Wie der Staatssekretär bei der Vorstellung des Konzeptes zum Gemeinsamen Unterricht im LSB berichtete, wird Brandenburg damit bei der Lehrkräfte/Schüler - Relation einen Spitzenplatz im Bundesgebiet einnehmen.


Der LER-Sprecher begrüßte es, dass positive Erfahrungen aus dem Pilotprojekt nun schrittweise auf die anderen Grundschulen übertragen werden sollen und auch die weiterführenden Schulen für Lernbeeinträchtigungen besser ausgestattet werden - eine alte Forderung des LER.

 

Das neue Konzept sieht vor, dass jährlich 55 Grundschulen, 20 Oberschulen und 6 Gesamtschulen auf Antrag die Zusatzausstattung erhalten, so dass rechnerisch in ca. 6 Jahren alle Schulen besser ausgestattet sein könnten.

 

So weit die Theorie - der Lehrkräftemangel könnte dem ehrgeizigen Projekt noch einen Strich durch die Rechnung machen. Jährlich gehen ca. 600 Lehrkräfte in Rente, die auch ersetzt werden müssen und an der Uni Potsdam werden immer noch zu wenig Lehrkräfte ausgebildet.

Siehe auch PM zum Konzept Gemeinsames Lernen

September 2016

Schulanfang: Fahrt vorsichtig!

 

Der Landeselternrat ruft alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Autofahrer auf, zum Schuljahresanfang besonders vorsichtig zu fahren.

 

Die Schulanfänger gehen jetzt nicht mehr den vertrauten Weg zur Kita, sondern müssen die neuen Schulwege erst erkunden.

 

Den Eltern der Schulanfänger gibt der LER den Rat, nach Möglichkeit auf das „Eltern-Taxi“ zu verzichten und von Anfang an die Kinder auf dem Wege zu begleiten, den sie später auch selbständig gehen werden. Der eigenständige Schulweg ist für das Selbstbewusstsein von großer Bedeutung.

 

Dazu Wolfgang Seelbach: „Begleiten Sie Ihre Kinder auf dem späteren Schulweg! Dann können Sie auch später den Zeitpunkt besser erkennen, wann die Kinder alleine zurecht kommen und keine Begleitung mehr brauchen.

 

Sollte es aus organisatorischen Gründen nicht vermeidbar sein, die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, wäre es sinnvoll, die Kinder nicht direkt vor dem Schultor abzusetzen, sondern eine gewisse Strecke selbständig gehen zu lassen.“

Mehr Schüler - mehr Lehrer!
Zahlen und Fakten des Bildungsministeriums zum neuen Schuljahr
100_16_Schulstart 2016-17_160901.pdf
PDF-Dokument [174.9 KB]

Im Auftrag der Initiative Soziale Marktwirtschaft:

Bildungsstudie fordert

 - mehr vergleichbare Abschlüsse und

 - weniger Gliederung des Schulsystems

Im Einzelnen:

"Wößmann schlägt als Elemente eines wettbewerblichen Schulsystems vor, dass...

 - bundesweit vergleichbare Zwischen- und Abschlussprüfungen durchgeführt werden.

 - die Selbständigkeit öffentlicher Schulen erhöht wird und Eltern leichter zwischen unterschiedlichen Schulen wählen können.

 - es mehr Wettbewerb durch Schulen in freier Trägerschaft geben soll

– diese müssten finanzielle Mittel in gleicher Höhe erhalten, wie Schulen in staatlicher Trägerschaft.

 - die Gliederung des Schulsystems verringert wird.

 - die erzielten Ergebnisse der unterschiedlichen Bildungskonzepte der Bundesländer transparenter und besser vergleichbar werden müssen, damit echter Wettbewerb um die beste Bildungspolitik entsteht."

 

Hier der Text der 29-seitigen Studie.

 

Hier die PM mit den wichtigsten Infos zur Studie.

 

Quelle: tsp

Grundschullehrer werden knapp.

Offenbar wurde in Berlin jahrelang nicht am Bedarf ausgebildet. Eine Analyse des Tagesspiegel zeigt, dass in den nächsten Jahren an den Grundschulen ein dramatischer Engpass durch Pensionierungen entsteht. Das wirkt sich sicherlich auch negativ auf Brandenburg aus.

Schulessen: "Macht Dampf":

Bundesernährungsminister ruft Eltern auf, aktiv zu werden und sich einzumischen. Eine Finanzierung des Aufschlags für mehr Qualität ist jedoch nicht vorgesehen.

Hier der Link zur Broschüre .

LER unterstützt Bündnis für Brandenburg

Der Landeselternrat (LER) hat auf seiner Sitzung am 9.1.2016 ohne Gegenstimme bei wenigen Enthaltungen beschlossen, das "Bündnis für Brandenburg" zu unterstützen. Ziel des Bündnisses ist das Gelingen der "Integration der zu uns geflüchteten Menschen".

Die Ereignisse in Köln und anderen Großstädten zu Sylvester zeigen, dass insbesondere die Integration der jungen unbegleiteten Flüchtlinge eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Zeit sein wird.

Integration findet bei jungen Menschen wesentlich in Ausbildung und Schule statt. Wir werden deshalb in den Mitwirkungsgremien auf Kreis- und Landesebene den Stand der Beschulung von Flüchtlingen in Brandenburg thematisieren.

Weitere Informationen über das Ende November 2015 gegründete Bündnis für Brandenburg über diesen Verweis: http://buendnis-fuer-brandenburg.de/  .

Thema Inklusion im rbb: Bildungsminister bekennt sich klar zum Elternwahlrecht!

Aus Anlass der Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Studie zum Pilotprojekt Inklusion wird Bildungsminister Günter Baaske am 8.1.2016 als Studiogast im rbb brandenburg aktuell interviewt.
Er verweist auf Erfolge beim Gemeinsamen Unterricht: 3/4 aller Seh- und Hörgeschädigten werden schon in Regelklassen beschult, bei den geistig Behinderten sind es aber nur ca. 8%.

Inklusion könne nicht alles leisten, insbesondere bei geistig Behinderten. 

Eine Schließung aller Förderschulen ist nicht beabsichtigt, "das geht auch rechtlich nicht". Die Eltern haben ein Wahlrecht zwischen Regelunterricht und Förderschule. Das geht nicht immer. "Aber wo es irgendwie möglich ist, wollen wir es auch hinkriegen."

 

Die Lehrerin Anja Ramirez berichtet, dass es keinen Leistungsabfall durch den Gemeinsamen Unterricht gibt. Sie fordert aber mehr Unterstützung durch  Schulhelfer, die unbürokratisch von den Schulen eingestellt werden sollten. Vor Ort müsse entschieden werden, wie die dann am besten eingesetzt werden.

Nadine Spörer, Koordinatorin der wissenschaftlichen Studie, verweist darauf, dass die Lehrkräfte sich höher belastet fühlen, aber gleichzeitig eine Verbesserung ihrer Kompetenzen und mehr Vertrauen in Inklusion als positiv feststellen.

Ein nachdenklich stimmendes Ergebnis der Studie sei die veränderte Selbsteinschätzung der behinderten Kinder, die sich stark an den Mitschülern orientierten. Das Selbstwertgefühl habe im Laufe der Beobachtungszeit abgenommen. 

 

LER unterstützt

Bündnis für Brandenburg

Der Landeselternrat (LER) hat auf seiner Sitzung am9.1.2016 ohne Gegenstimme bei wenigen Enthaltungen beschlossen, das "Bündnis für Brandenburg" zu unterstützen. Ziel des Bündnisses ist das Gelingen der "Integration der zu uns geflüchteten Menschen".

 

Die Ereignisse in Köln und anderen Großstädten zu Sylvester zeigen, dass insbesondere die Integration der jungen unbegleiteten Flüchtlinge eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Zeit sein wird.

 

Integration findet bei jungen Menschen wesentlich in Ausbildung und Schule statt. Wir werden deshalb in den Mitwirkungsgremien auf Kreis- und Landesebene den Stand der Beschulung von Flüchtlingen in Brandenburg thematisieren.

 

Weitere Informationen über das Ende November 2015 gegründete Bündnis für Brandenburg über diesen Verweis: http://buendnis-fuer-brandenburg.de/  .

Neukonstituierung des Landeselternrates

Am 28.11.2015 hat sich der neue LER konstituiert. Dabei setzen die Elternsprecher auf Kontinuität. Der alte Vorstand mit dem Sprecher Wolfgang Seelbach und den Stellvertreterinnen Silke Löwe und Ulrike Schwenter wurden wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Jan Alexy aus OHV, der für den im Juli 2015 ausgeschiedenen Andreas Menzel nachrückt.

Da es großes Interesse an einer Mitarbeit im Vorstand gibt, wurde ein "erweiterter Vorstand" gebildet, der die gewählten Mitglieder des LSB miteinbezieht. Der Vorstand besteht jetzt aus 9 Mitgliedern.

In einem 4-stündigen Wahlmarathon wurden die 8 Mitglieder des Landesschulbeirates, die 7 Mitglieder des Bundeselternrates und weitere 8 Mitglieder in diverse Ausschüsse und Räte entsandt - jeweils mit den dazugehörigen Stellvertreter(inne)n.

Inhaltlich will sich der LER neben dem Tagesgeschäft zunächst mit den Positionen des BER zur Inklusion, den Plänen zur Regionalisierung der Schulpsychologie und den neuen Rahmenplänen auseinandersetzen. (Bildquelle: MBJS)

Verweise:

Elternqualifizierung vom LISUM Stand Jan 2017
Newsletter-Partizipation 2016-01.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
informative und leicht verständliche Broschüre des MBJS Alles zur Mitwirkung
Elternqualifizierung für Mitwirkung
Landesverband schulischer Fördervereine
Integration der zu uns Geflüchteten
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg
Elternuni 2007 - 2013
AWO-Broschüre des Projektbeirates Inklusion
Bundeselternvertretung Kitas
Bildungsministerium Brandenburg

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