Landesrat der Eltern Brandenburg
Landesrat der Eltern Brandenburg

Nachrichten aus Bildung und Elternmitwirkung 2014

... hier in chronologischer Folge. Zu ausgewählten und nachgefragten Bildungsthemen können Sie auch unter dem Menüpunkt Themen Informationen und Positionen des LER nachlesen.

Broschüre zur Gymnasialen Oberstufe (Dez. 2014)

 

Schwerpunkte der aktuellen Broschüre:
 Worauf zielt die Gymnasiale Oberstufe?
 Belegungsverpflichtung/Unterrichtsorganisation
 Abiturfächer
 Intensivierungskurs / Seminarkurs
 Die mündliche Leistungsfeststellung in der Fremdsprache
 Übersicht für eine Schülerlaufbahn
 Nach der Oberschule weiter zum Abitur
 Informationen zum Abitur am beruflichen Gymnasium

 

Mehr Informationen in der PM des MBJS und hier.

"Eltern als Bildungspartner: Wie Beteiligung an Grundschulen gelingen kann

Studie | Dezember 2014

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus wirkt sich maßgeblich auf die schulischen Leistungen und den Bildungserfolg von Schülern aus. Daher bieten Grundschulen bereits vielfältige Formen der Elternbeteiligung an. Wie die Studie des SVR-Forschungsbereichs zeigt, gelingt es Ganztagsschulen insgesamt besser als Halbtagsschulen, Eltern mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Familien einzubeziehen. Allerdings fehlt es an vielen Grundschulen noch an Bildungsangeboten für Eltern. Die Handlungsempfehlungen der Studie benennen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beteiligung von Eltern."

Link zur Studie und Download

"Chancenspiegel" Dezember 2014: keine großen Veränderungen!

 

Hier die wichtigsten Ergebnisse des Berichtes der Bertelsmann-Stiftung für Brandenburg (in Klammern Bundesdurchschnitt):

 

 

 

Integrationskraft: mittelmäßig

8,4% (6,6%) benötigen sonderpädagogische Förderung

4,9% (4,8%) sind in Förderschulen

46,7% (32.3%) nutzen Ganztag

 

Durchlässigkeit: überdurchschnittlich

46,1% (42,9%) wechseln aufs Gymnasium

52,4% (41,6%) der Hauptschüler, die in die Berufsbildung gehen, erhalten einen dualen Ausbildungsplatz (Lehrstelle)

 

Kompetenzförderung: mittelmäßig

Die 10% besten Schüler sind mit 655 (632) Kompetenzpunkten besser als der Bundesdurchschnitt. Das gilt auch für die 10% Leistungsschwächsten, die 383 (374) Kompetenzpunkte haben.

Die "soziale Schere" ist in Brandenburg relativ offen: Benachteiligte Schüler(innen) erzielten 110 (82) Kompetenzpunkte weniger als privilegierte Jugendliche.

 

Zertifikatsvergabe (Abschlüsse): unterdurchschnttlich

Hochschulreife erreichen 46,6% (54,9%)

Ohne Schulabschluss bleiben 8,6% (6,0%)

 

Zusammenfassung der Gutachter

 

Downloads zum Bericht

Neuer Rahmenlehrplan (RLP) als Entwurf für die Schulen in Berlin und Brandenburg

 

Der Brandenburger Bidungsminister und die Berliner Bildungssenatorin stellen den gemeinsamen Entwurf online. Auf dem Bildungsserver finden Sie

 - den Text der neuen Pläne in einer Anhörungsfassung

 - Zusammenfassungen unter dem Motto "Was ist neu?"

 - Präsentationsfolien

 - Übersichten

 - Druckvorlagen

 - ein Portal für Änderungsvorschläge.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

sollten Sie Anregungen haben, senden Sie uns doch eine Mail an wolfgang.seelbach@t-online.de ! Wir werden Ihre Vorschläge beraten und ggf. in unsere Stellungnahme einarbeiten.

Schulbauempfehlungen sind veraltet!

Beschluss des LER vom 22.11.2014: Das MBJS wird gebeten, seine Raumprogrammempfehlungen im Hinblick auf die geänderten Bedingungen von Schule (Inklusion, etc.) zu novellieren!

Mehr unter "Beschlüsse".

Am 20.11.2014 hat die neugegründete Elterninitiative ihren Internetauftritt bei facebook gestartet: Stoppt die Früheinschulung!

 

"Die Zuckertüten werden nicht immer größer -

 

                              unsere Kinder werden immer früher eingeschult!"

 

"Zusammen mit einigen Müttern haben wir eine Initiative gegründet, welche gegen die frühe Pflichteinschulung im Land Brandenburg appelliert. Wie Sie sicherlich wissen, war bereits Anfang 2013 von der damaligen Bildungsministerin Dr. Münch angedacht den Stichtag für die Einschulung vom 30.09. wieder auf den 30.06. zurückzuverlegen, jedoch wurde dies Ende letzten Jahres dann doch widerrufen.
 
Es gibt es reichlich Literatur, in der auf die negativen Folgen der zu frühen Einschulung hingewiesen wird - so zum Beispiel auch in der bvkj, der Zeitschrift des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendärzte e.V. (Heft 09/13). 
Es ist jetzt an der Zeit, dass wir  Eltern uns in dieser Angelegenheit Gehör verschaffen. Wir fordern, dass der Stichtag wieder auf den 30. Juni gelegt wird. Mit diesem Gedanken sind wir nicht allein. Inzwischen haben wir in unserer Stadt Finsterwalde und Umgebung knapp 600 Unterschriften hierfür sammeln können."

Dr. med. Katharina Wendt (im Auftrag der Elterninitiative)

 

Kontakt: BSdFIB@gmx.de

Günter Baaske ist neuer Bildungsminister

Das wochenlange Rätselraten hat ein Ende. Der bisherige Arbeits- und Sozialminister Günter Baaske ist neuer Bildungsminister.

Dazu Wolfgang Seelbach: "Ich wünsche Herrn Baaske einen guten Start und freue mich auf eine hoffentlich konstruktive Zusammenarbeit. In der Schullandschaft gibt es einige Baustellen und es gibt noch Fragen zu den Maßnahmen des Koalitionsvertrages. Ich würde mich freuen, wenn wir den neuen Bildungsminister auf der nächsten LER-Sitzung begrüßen und mit ihm über seine Schwerpunkte diskutieren könnten."

PM des MBJS zur Person des neuen Bildungsministers und seines Staatssekretärs
347-14 Baaske neuer Min.doc
Microsoft Word-Dokument [63.5 KB]
Neue Landesschülersprecherin gewählt!
Pauline Reinicke vom Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten (Landkreis Oberhavel) wurde zur neuen Sprecherin des Landesschülerrates gewählt. Stellvertreter sind Paul Wiesenberg aus Cottbus, Felix Kretschmar aus Oberhavel und Robert Pormetter aus Brandenburg an der Havel. Wolfgang Seelbach: "Herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den neuen Schülervertreter(inne)n im Landesschulbeirat!"
Quelle: PM des MBJS vom 10.11.2014                              LSR auf facebook

Koalitionsvertrag bringt Verbesserungen in der schulischen Bildung, erfüllt aber nicht alle Erwartungen!

 

Der heute, am 10.10.2014, vorgestellte Koalitionsvertrag zwischen SPD und LINKE sieht in der schulischen Bildung nach einer ersten Durchsicht von mir insbesondere folgende Neuerungen vor:

 - Einstellung von 4300 Lehrkräften. Angesichts der erwarteten 3600 Stellen, die durch Austritte neu besetzt werden müssen, sind das ca. 700 neue Stellen, über deren Verwendung noch keine Aussagen getroffen werden. 

 - Einstellung von 100 neuen Schulsozialarbeitern. Das muss in Zusammenarbeit mit den Kreisen und Kommunen erfolgen, die vermutlich einen Teil der Finanzierung übernehmen werden.

 - Grundschulen können sich mit Ober- bzw. Gesamtschulen zu Schulzentren zusammenschließen, wenn Schulträger und Mitwirkungsgremien das befürworten.

 - Die bisherige Vertretungsreserve bleibt erhalten, eine Aufstockung auf 6% ist nicht vereinbart. Die neuen Stellen sind also für andere Maßnahmen vorgesehen.

 - Die Pilotschulen Inklusion behalten ihre bisherige Ausstattung und es wird auf die Austerung der Evaluation verwiesen. Weitere konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen für gemeinsamen Unterricht und der individuellen Förderung werden nicht genannt.

 - Oberschulen erhalten die "vertiefte Bildung", die Durchlässigkeit und Übergang zum Gymnasium verbessern soll.

 - Die doppelqualifizierende Bildung soll an den OSZ weiterentwickelt werden, entsprechende besondere Profile an den Gesamtschulen werden geprüft. Gemeint sind (dreijährige) Bildungsgänge, die gleichzeitig einen Berufsabschluss, als auch Abitur anbieten. 

 - Die Zusammenarbeit von Kitas, Grundschulen und Horten soll verbessert werden, um den Übergang zu erleichtern. Hier gibt es sicherlich noch Diskussionsbedarf mit Kommunen und freien Trägern, wie das im Einzelnen geschehen soll und welche Unterstützung das Land geben kann bzw. will. 

- mehr Berufsorientierung auch für Abiturient(inn)en und insgesamt engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

 

Hier der Verweis zum Koalitionsvertrag , als PDF siehe unten.

 

Wolfgang Seelbach, 10.10.2014

Teil Bildung des Koalitionsvertrages, datenreduziert.
KoaVertrag Bldg SPD Linke BRB 2014.pdf
PDF-Dokument [155.6 KB]

Eltern wollen Zentralabi!

11.9.2014 Der Tagesspiegel berichtet über eine aktuelle Studie im Auftrag von jako-o.

Tagesspiegel: Agenda zur Landtagswahl

Diese Probleme muss Brandenburgs nächste Regierung lösen

 

"Bildung: Zu viele Schulstunden fallen aus

 

Immerhin: Brandenburgs Bildungssystem ist etwas besser geworden. Vor einem Jahrzehnt gehörten die Schüler des Landes – ähnlich wie die Berliner – zu den leistungsschwächsten der Republik. Inzwischen landen die Grundschüler schon mal im Mittelfeld, so etwa 2012 bei einem Vergleich der 16 Bundesländer auf Platz 11 in Mathe, Platz 10 im Hörverständnis und Platz 7 im Lesen. Und die Neuntklässler schafften es 2013 sogar in Mathematik, Physik, Biologie und Chemie in die Spitzengruppe hinter Sachsen und Thüringen. Und doch haben die Schulen viele Probleme.

 

Viele Unterrichtsstunden fallen aus und die bisherige Bildungsministerin Martina Münch (SPD) hat dieses Problem eher verharmlost, als es zu lösen. Zählt man zum ersatzlos gestrichenen Unterricht die Vertretungsstunden und jene Zeiten hinzu, in denen sich Schüler selbst beschäftigen, wird jede zehnte Stunde nicht regulär gegeben. 2013/2014 waren das fast eine Million Stunden – ein neuer Höchststand.

 

Diese Erfahrung prägt den Alltag von Schülern, Eltern und Lehrern. Im Frühjahr musste Ministerin Münch eingestehen, dass tausende Schüler in bestimmten Fächern keine Halbjahresnoten bekommen hatten, weil Unterricht nicht gegeben wurde.

 

Zwar hat die rot-rote Koalition unter Dietmar Woidke nachgesteuert, erstmals die Vertretungsreserve aufgestockt und so viele Lehrer neu eingestellt wie nie seit 1990. Die Pflichtstundenzahl wurde abgesenkt, die Klassen sind kleiner geworden, die Schüler-Lehrer-Relation – laut Koalitionsvertrag auf 15,4 Schüler je Lehrer festgeschrieben – verringerte sich sogar auf 14,6 zu 1. Es ist so viel Geld wie nie im System.

 

Die Wirkung aber verpufft, nicht zuletzt durch das Missmanagement im Bildungsministerium, durch Pannen und handwerkliche Patzer. Beispiele sind die verunglückte Reform der Schulämter, das von vielen als instinktlos kritisierte Vorgehen bei der Inklusion, das angekündigte und dann zurückgenommene Aus für die Förderschulen. In der ablaufenden Legislaturperiode gab es die größten Lehrerproteste seit 1990, und – ein Novum – sogar einen offenen Aufstand im Bildungsministerium samt Unterschriftensammlung gegen die Ministeriumsspitze.

 

Nötig in den Folgejahren wird sein, wieder Ruhe, Linie und einen höheren Standard ins Schulwesen zu bringen, die Lehrerschaft zu motivieren. Der Unterrichtsausfall muss sinken, die Schulabbrecherquote auch, die Schulen müssen wirtschaftsnäher und tausende junge Lehrer gewonnen werden. Allein 3600 Lehrer gehen bis 2019 in den Ruhestand. Der oder die Neue im Bildungsministerium wird genug zu tun haben."

Thorsten Metzner im Tagesspiegel vonm 4.9.2014, Seite 15

http://www.tagesspiegel.de/berlin/agenda-zur-landtagswahl-bildung-zu-viele-schulstunden-fallen-aus/10649974-2.html

Lehrkräfteversorgung: Kraftakt offenbar gelungen

20.8.2014 Nach einer Mitteilung der Bildungsministerin und schon vorher durchgesickerten Presseinformationen (Berichten der pnn und des Tagesspiegels) ist die Lehrkräfteversorgung durch die Rekordeinstellung von 900 neuen Lehrerinnen und Lehrern sichergestellt.

Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER: "Wir freuen uns außerordentlich, dass dieser Kraftakt gelungen ist und zollen den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums unseren Respekt. Einfacher wäre es sicher gesesen, wenn die Landesregierung sich in den letzten Jahren durchgerungen hätte, schon vorausschauend einzustellen. Wir werden jetzt genau beobachten, wieviele Lehrkräfte tatsächlich an den Schulen ankommen und wie es mit der Versorgung auf dem Lande und in Mangelfächern aussieht. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Seiteneinsteiger einzuarbeiten. Mit Fachleuten, die pädagogisch nicht oder wennig qualifiziert sind, wurden in den vergangenen Jahren nicht immer gute Erfahrungen gemacht."

Nach Angaben des Ministeriums werden 400 Lehrkräfte eingestellt, um die Arbeitszeitverkürzung von einer Unterrichtsstunde an Grund- und Oberschulen auszugleichen. Ca. 500 Lehrkräfte werden eingestellt, um die Abgänge zu kompensieren. Die Entlastung von Gymnasial-, Gesamtschul- und Berufsschullehrern werde weitere 300 Einstellungen zum nächsten Schuljahr zur Folge haben.

PM des Ministeriums
2014 Einstellung 900 Lehrkräfte.doc
Microsoft Word-Dokument [93.0 KB]

Neue Zahlen zur Schullandschaft

20.8.2014 Das Bildungsministerium hat heute die aktuellen Zahlen zur Schulstatistik in Brandenburg veröffentlicht.

Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER: "Es fällt auf, dass für das 12-jährige Abi 76 Gymnasien, aber für das 13-jährige Abi nur 21 Gesamtschulen und 16 Oberstufen an OSZ zur Verfügung stehen. Das Angebot muss entsprechend bedarfsgerecht erweitert werden."

PM des Ministeriums
2014 Statistisches zur Schullandschaft.d[...]
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Elternwunsch übergangen

Nach Berichten von Eltern und einer Pressemeldung setzt sich eine Schule in MOL über den Elternwunsch hinweg und schult ein fünfjähriges Kind ein.

 

Aus diesem Anlass erklärt der LER-Sprecher am 16.8.2014:

 

Einschulung mit fünf? Eltern sollen entscheiden!

 

In der Diskussion über das richtige Einschulungsalter sind wir bisher davon ausgegangen, dass bei Kindern, die zwischen dem 30. Juni und 30. September geboren sind, der Schulleiter sich de facto nach dem Elternwunsch richtet, auch wenn er formal das letzte Wort hat. In einem Schreiben hatte das Ministerium seinerzeit den Schulleitern empfohlen, die Einschulung zurückzustellen, "wenn eine Entwicklungsverzögerung vorliegt oder nicht auszuschließen ist".

 

Doch jetzt liegt ein besonders krasser Fall von Eigenmächtigkeit vor:

 

Wie uns Eltern berichteten und auch aus der Presse zu erfahren ist, schult eine Schule im Kreis MOL ein offenbar noch nicht schulreifes Kind gegen den Wunsch der Eltern und gegen die Empfehlungen von Amtsärztin, Kinderärztin und Frühförderin ein.

 

Unter diesen Umständen fordern wir das Schulamt auf diese Entscheidung zu prüfen und zu revidieren.

 

Außerdem muss die Gesetzeslage dahingehend geändert werden, dass in Zukunft Eltern bei den betroffenen Kindern Entscheidungsrecht erhalten.

 

Wolfgang Seelbach, Sprecher des Landesrates der Eltern

Bildungsmonitor: Gute Schulqualität, schlechtes Gesamtergebnis

Same procedure as every year: Im gerade veröffentlichten Bildungsmonitor 2014 steht Brandenburg beim Länderranking mal wieder weit hinten auf Platz 14 von 16 und je nach Interessenlage wird das Ergebnis heruntergespielt, angezweifelt oder als Beleg für die Unfähigkeit der Landesregierung hochgespielt.

Zunächst das Positive: Bei einer gernaueren Betrachtung fällt auf, dass Brandenburg bei der Schulqualität mit Platz 6 im vorderen Mittelfeld angesiedelt ist. Einschränkend muss hier aber angemerkt werden, dass Schulqualität dieses Mal auf Vergleiche in Deutsch, Mathe und Naturwissenschaften basiert. Sprachen wie Englisch, in denen Brandenburg traditionell schwach ist, blieben unberücksichtigt, weil im Berichtszeitraum keine Erhebungen durchgeführt wurden.

Hohe Anteile von Schülerinnen und Schülern in Ganztagskitas und Ganztagsschulen und wenig Ungelernte Mitarbeiter führen dazu, dass Brandenburg in der Förderinfrastruktur Platz 5 belegt.

 

Zur Abwertung führen insbesondere Mängel im Hochschulbereich (geringe Habilitations- und Promotionsquote) und die soziale Abhängigkeit der Ergebnisse im letzten Mathe-Vergleichstest, bei dem Brandenburg im Übrigen in der Spitzengruppe gelandet ist.

Auch einige ungünstige Werte beim Abschneiden von ausländischen Jugendlichen spielten eine Rolle. Nur wenige der ausländischen Berufsschüler erhalten eine Studienberechtigung.

Dabei ist jedoch zu bedenken, dass dieses Kriterium bei dem niedrigen Ausländeranteil in Brandenburg anders zu bewerten ist als in Ländern mit relativ hohem Ausländeranteil.

Schließlich ist die Durchfallquote bei den IHK-Prüfungen mit 16% deutlich höher als die 10% bundesweit.

Hier die Langfassung des Berichtes. Der Brandenburgteil befindet sich auf Seite 111.

Psychofalle Computerspiel

Ulrike Lehmkuhl, Direktorin für Psychiatrie an der Charité, berichtet über psychische Störungen junger Menschen in einem Interview mit der Berliner Zeitung.

"Es kommen auch Jugendliche, die nachts nur noch am Computer sitzen, die Tage verschlafen, gar nicht mehr in die Schule gehen und, obwohl sie normal begabt sind, nur noch in virtuellen Welten leben, alleine in ihrem Zimmer essen und zu der Familie überhaupt keinen Kontakt mehr halten."

 

Eltern als Berufsberater!

65% der Jugendlichen geben ihre Eltern als wichtigste Partner bei der Berufswahl an. Doch lässt die Qualifizierung der Eltern und die Zusammenarbeit mit der Schule noch viele Wünsche offen.  Ein Workshop von Netzwerk Zukunft, in dem unter anderem Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten, hat sich im Mai 2014 mit dieser Thematik befasst, unten die Ergebnisse.

"Als Ergebnis des Workshops zeigten Lehrkräfte, Eltern, Berufsberaterinnen und Berufsberater sowie weitere Akteure der Berufs- und Studienorientierung gemeinsam Wege auf, wie Eltern in eine erfolgreiche Berufs- und Studienorientierung einbezogen werden können.  "

Ergebnisse als PDF
Workshops "Eltern bei der Berufs- und Studienorientierung erwünscht!?" von Netzwerk Zukunft
Doku_WS-Eltern erwünscht-Mai 2014doc.pdf
PDF-Dokument [787.1 KB]

Turbo-Abi: G8-Befürworter erklären sich

Nachdem Elterninitiativen vor allem aus den alten Bundesländern die flächendeckende Rückkehr zu "G9" (3 Jahre Oberstufe) medienwirksam gefordert habe, antworten jetzt die "G8" - Befürworter:

Erklärung von Fachleuten zur derzeitigen Debatte um eine drei- bzw. zweijährige Oberstufe an Gymnasien
2014 06 09 Aufruf G8.pdf
PDF-Dokument [127.8 KB]

Eltern, lest mehr vor und redet mehr mit euren Kindern!

Schulanfänger: 20% mit Sprachstörungen, bei armen Familien sogar 40%!

Das geht aus Presseberichten hervor, die sich auf aktuelle Daten des Landesgesundheitsamtes stützen:

MAZ 10.4.2014  Lausitzer Rundschau

Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER, weist darauf hin, dass Untersuchungen aus den vergangenen Jahren gezeigt haben, dass das Vorlesen bei Kleinkindern und verbale Kommunikation in der Familie zu besseren sprachlichen Ergebnissen in der Schule führen.

Auch wenn die schulische Sprachförderung durchaus noch verstärkt werden kann, so kann die Schule nicht alle Defizite aus dem frühkindlichen Alter ausgleichen.

Die Auswirkungen des Unterrichtsausfalls in Brandenburg sind schlimmer als bisher bekannt.

Nachdem wie berichtet in Luckenwalde 100 Schülerinnen und Schülern wegen Lehrermangels keine Englischnote erhalten konnten, wird jetzt bekannt, dass das kein Einzelfall ist. Insgesamt sind 154 Klassen betroffen, in denen das Zeugnis unvollständig ist und Noten für einzelne Fächer fehlen. Darunter sind nicht nur Mangelfächer wie Musik, sondern auch Deutsch und Geschichte.

MAZ 9.4.2014         Berliner Kurier     

Artikel in der pnn

Für Details siehe hier die Antworten auf 2 Anfragen.

Antwort auf die Anfrage des MdL Gordon Hoffmann (CDU) zu nicht gegebenen Halbjahresnoten
KA_3433_Antwort_Halbjahresnoten.pdf
PDF-Dokument [209.2 KB]
Antwort auf die Anfrage zu Unterrichtsausfall
KA_3377_Antwort_Unterrichtsausfall.pdf
PDF-Dokument [195.5 KB]

Anmeldungen für weiterführende Schulen: Zahlen jetzt bekannt

Das Ministerium hat die Zahlen über die Anwahl der 6-Klässler zu den weiterführenden Schulen ("Ü7-Verfahren") bekannt gegeben.

"An dem „Ü7-Verfahren“ für das Schuljahr 2014/15 haben 215 weiterführende Schulen, darunter 118 Oberschulen, 21 Gesamtschulen und 76 Gymnasien teilgenommen. ... 37,6 Prozent der Schülerinnen und Schüler gaben als Erstwunsch eine der 118 Oberschulen an (2013: 36,6 Prozent). Bei den Anmeldungen an den 76 Gymnasien verringert sich die Anwahlquote auf 46 Prozent (2013: 47,7 Prozent). Der Anteil der Erstwünsche für die 21 Gesamtschulen liegt bei 16,8 Prozent (2013: 15,7 Prozent). Viele Gesamtschulen sind auch in diesem Schuljahr sehr stark nachgefragt." Dabei ist anzumerken, dass die Gesamtschulen gegenüber den Oberschulen bevorzugt angewählt werden, aber in in weiten Landesteilen nicht erreichbar sind, Die Kantschule Falkensee hat z.B. eine Übernachfrage von 170%, obwohl noch ausreichend Plätze in benachbarten Gymnasien zur Verfügung stehen.  seel

Schulsozialarbeit: Streit in der Regierungskoalition

Nach Presseberichten ist die Verwendung der 9 Milliarden für Bildung und Forschung immer noch nicht geregelt. Nachdem in den Koalitionsgesprächen darüber offenbar keine Einigung erzielt worden ist, schmort das Geld weiterhin im "Einzelplan 60" des Finanzministers. Die Bildungsministerin hat keinen Zugriff. Die SPD will einen Teil für Ganztag und Schulsozialarbeit abzweigen, die CDU verweist darauf, dass das Thema "abgeräumt" sei.

Behinderte Kinder: Hortkosten vom Staat!

Die Landesregierung hat offenbar beschlossen, das Kita-Gesetz zu ändern (MAZ vom 6.3.2014). Eltern behinderter Kinder sind dann nicht mehr von der Kulanz der Kita-Träger abhängig, sondern haben einen Rechtsanspruch auf Finanzierung der behinderungsbedingten Kosten (Begleiter!).
Damit wird eine Forderung von betroffenen Eltern und des Landesrates der Eltern erfüllt, die in den Medien schon mehrfach auf diese Benachteiligung hingewiesen hatten. Der nächste Schritt sollte eine entsprechende Reform der Sozialgesetzgebung (SGB) des Bundes sein, um die betroffenen Eltern in ganz Deutschland gleichzustellen.

Siehe auch MAZ vom 12.2.2014, S.5 und MAZ vom 6.3.2014, pnn vom 5.3.2014  seel

Elternqualifizierung

Neue Fortbildungsreihe ab 24.5.2014

"Eltern werden qualifiziert zu:

1. Fortbilderinnen und Fortbildnern zu Mitwirkungsrechten in der Schule
Seit 1997 werden Eltern als Fortbildnerinnen und Fortbildner für Mitwirkungsfragen am LISUM Berlin-Brandenburg qualifiziert. Die Qualifizierung, die nach einem Basiskurs fortlaufend an 6-8 Wochenenden pro Jahr stattfindet, enthält folgende inhaltliche Schwerpunkte:
  • Fachliches Wissen (Schulrecht)
  • Didaktisch-methodische Kenntnisse
  • Moderationstechniken
  • Planungsstrategien           mehr...
2.  Beraterinnen und Beratern für Kommunikationsprozesse zwischen Eltern und Schule mehr...
Die  Beraterinnen und Berater bieten Seminare zu Kommunikationsthemen oder Einzel- und Gruppenberatungen in ihrer Region in Schulen oder schulübergreifend an." Anmeldung bei Marion Rudelt, Tel.: 03378-209-457 marion.rudelt@lisum.berlin-brandenburg.de
Qualifizierungsreihe des LISUM für Eltern, Schwerpunkt Mitwirkung
6 Samstage 10-16h, Mai 2014 bis Februar 2015
Wir suchen engagierte Eltern.pdf
PDF-Dokument [193.2 KB]

Bildungsbericht Brandenburg/Berlin:

Zahlen und Fakten über die Bildung: Schulabrecherquote, Sprachdefizite, Inklusion, Ganztag - ein unverzichtbares Nachschlagewerk für jeden Elternvertreter! Der am 28.2.2014 veröffentlichte Bericht ist seit 2008 der dritte Bildungsbericht Brandenburg/Berlin. Hier die Komplettversion

Turbo-Abi vor dem Aus?

Die vor einigen Jahren vorgenommene Verkürzung der Oberstufe von drei auf zwei Jahre kommt immer mehr in die Kritik. In einer aktuellen Umfrage von Forsa im Auftrag des "stern" wollen 72% der Bundesbürger wieder das Abi nach 13 Jahren. Mehrere Bundesländer weichen die Reform wieder auf oder kehren wieder zum Abi nach 13 Jahren zurück. Mehr unter Themen Abitur , siehe auch moz: Druck stresst Schüler seel 27.2.2014

Wir gedenken einem engagierten, langjährigen Mitglied des Landes- und Bundeselternrates.
2014 02 Trauer um Ralf Kletsch.pdf
PDF-Dokument [145.5 KB]

Lehrermangel: Bald wird es ernst!

Die Situation in Berlin spitzt sich bedrohlich zu und ist ein Vorgeschmack auf das, was uns demnächst in Brandenburg drohen könnte. In der aktuellen Stellenausschreibung des Berliner Senats wird der Kreis der Bewerber überraschend geöffnet. Im Einzelnen: 

  • Fast alle Fächer werden zu Mangelfächern erklärt (außer Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde).
  • Referendariat ist keine Voraussetzung mehr. Es gelten auch Abschlüsse wie 1. Staatsprüfung, Master of Education, Diplom oder Magister.
  • Fachhochschulabschlüsse werden auch akzeptiert, Uni-Besuch ist also keine Voraussetzung mehr.
  • Qualifizierung in einem Fach reicht aus, das zweite Fach kann anschließend berufsbegleitend erworben werden.
  • Berufsschulen werden weiter für Quereinsteiger mit Berufsabschluss ohne pädagogische Qualifikation geöffnet.

Fazit: "Wir nehmen alle!" (tsp, 13.2.2014, S.9)

Die Berliner Zeitung  zur Situation in Brandenburg .

 

Dazu Wolfgang Seelbach, Sprecher des Landesrates der Eltern, am 15.2.2014: "Brandenburg und Berlin haben es in der Vergangenheit versäumt, für die Pensionierungswelle vorzusorgen. Statt zusammenzuarbeiten stehen Berlin und Brandenburg in harter Konkurrenz zueinander. Es wurden trotz Warnungen der Gewerkschaften und Elterngremien keine vorgezogenen Einstellungen vorgenommen. Ein kurzer Blick auf die Alterssituation der Lehrer hätte gereicht, aber offenbar wurde nur nach kurzfristigen Gesichtspunkten entschieden und die Probleme werden der nächsten Regierung übertragen. Außerdem wurden viel zu wenig Referendare ausgebildet - Sparen am falschen Ende. Jetzt ist die Qualität der Bildung in Gefahr, denn es gibt kaum noch Möglichkeiten, nach Kompetenz und Eignung einzustellen. Die bisherigen Erfahrungen mit Quereinsteigern sind häufig ernüchternd. Es ist zu befürchten, dass in Zukunft die Klagen über schlechten Unterricht zunehmen werden."

 

Wissenschaftssenator a.D. George Turner kommentiert im Tagesspiegel "Der Lehrermangel war absehbar. ... sechs Jahre wachsen Kinder heran ... Danach bleiben sie 10 ... oder 13 Jahre dem System erhalten. Auch Pensionierungen kommen  nicht unverhofft. ... Es gibt wohl keinen Bereich, in dem es möglich wäre, den Bedarf besser vorherzusehen." Aktuell befürchtet er, dass nun auch Lehrkräfte aufgenommen werden, die für diesen Beruf nicht geeignet sind. Er plädiert dafür, den Markt über "Zulassungen zum Referendariat" zu regeln. tsp, 17.2.2014 S.21

 

Luckenwalde: 100 Schüler ohne Englischnote!

Am 26.2.2014 nahm Bildungsministerin Frau Dr. Münch zum Unterrichtsausfall in Luckenwalde Stellung. Monatelang hatten an der Oberschule mehr als 100 Schüler keinen Unterricht in Englisch und WAT. Sie erhielten auf dem Zeugnis keine Note. Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER: "Dieses Beispiel zeigt, dass im Einzelfall der Unterrichtsausfall viel dramatischer ist, als die Statistiken es vermuten lassen. Hätten die Eltern vor Ort nicht protestiert, wäre möglicherweise die Öffentlichkeit nicht informiert worden. Es ist nicht das erste Mal, dass wir Kommunikationsdefizite zwischen den Schulämtern und dem Ministieruim feststellen. Offenbar gibt es hier dringenden strukturellen Reformbedarf, der über die Erhöhung der Vertretungsreserve hinausgeht."

Bericht in der pnn  Artikel in der moz  

Streit über Politiker an Schulen geht weiter

Am 13.2.2014 verkündete Frau Dr. Münch im Bildungsausschuss, dass das generelle Besuchsverbot für Politiker 6 Wochen vor Wahlen aufgehoben wurde und die Schulen nun selber über Fristen entscheiden. Das Verbot von Diskussionsrunden im Bundestagswahlkampf hatte im Vorfeld eine öffentliche Diskussion über Politik an Schulen entfacht. Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER, weist darauf hin, dass das Verfahren noch nicht beendet ist. Laut Schulgesetz muss ein Einigungsverfahren stattfinden, wenn der Landesschulbeirat gegen eine Verordnungsänderung stimmt und die Regierung diese dennoch umsetzt. Das wurde vom Ministerium bestätigt.

 

Zum Stand der Diskussion:

  • Der LSB hat sich am 7.12.2013 mehrheitlich und der LER am 30.11.2013 einhellig gegen eine Änderung der VV Schulbetrieb ausgesprochen.
  • Der LER hat am 22.2. mehrheitllich mit 11:14 Stimmen bei einigen Enthaltungen dagegen gestimmt, dass die Schulkonferenzen Ausnahmen beschließen dürfen.
  • Der Kreisschulbeirat Havelland hat sich am 18.2.2014 dafür ausgesprochen, dass die Schulkonferenzen Ausnahmen beschließen dürfen. seel

Mehr im Thementeil und in der MAZ 

Dallgow-Döberitz: Eltern fordern Mitsprache bei der Schulwegsicherung

Eltern-AG listet detailliert Gefahrenstellen auf und schlägt Lösungen vor. Der Bericht könnte  beispeilhaft auch für an dere Schulen sein.

 

Mehr unter Aus den Kreisen - HVL.

1000 neue Lehrer

Zur gestrigen dpa-Meldung, dass das Land Brandenburg 1000 neue Lehrkräfte braucht und das Land eine Werbekampagne startet, erklärt der Sprecher des LER, Wolfgang Seelbach:

"Wir wünschen dem Ministerium viel Erfolg für diese Herkulesaufgabe, denn eine ausreichende Versorgung mit Lehrkräften ist die wichtigste Grundlage für die Ausbildung unserer Kinder. Viel hängt jetzt davon ab, ob die abgewiesenen Lehrer aus Bayern und anderen Bundesländern ihren Weg nach Brandenburg finden. Wenn die Willkommenskultur nicht den gewünschten Erfolg zeigt, sollte das Land darüber nachdenken, finanzielle Anreize für Lehrer zu schaffen, die in den ländlichen Raum gehen.

 

In diesem Jahr ist der Bedarf nicht nur durch die schon länger prognostizierten gut 400 Stellen entstanden, sondern durch Stundenreduktion und mehr Vertretungsreserve - Maßnahmen, die wir begrüßen.

 

Im nächsten Jahr entspannt sich die Lage nicht, im Gegenteil: nach den Prgnosen der Demografiekommission werden im Sommer 2015 wieder die gleiche Anzahl neuer Lehrkräfte benötigt.

 

Es rächt sich jetzt, dass die Regierung in den vergangenen Jahren keinen Einstellungskorridor geschaffen hat, sondern die Neueinstellungen nur sehr knapp am jeweils aktuellen Bedarf kalkuliert hat."

Demografiebericht, Seite 29      Artikel in der MAZ     Artikel in der moz

BVL Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Petition „Dyskalkulie“ : Faire Zukunftschancen für Schülerinnen und Schülern mit Rechenstörung!

"Der BVL begrüßt und unterstützt diese Petition sehr, weil es in dieser Form einzigartig ist, wie sich Schülerinnen für ihre Mitschülerin einsetzen. Da am 13. März 2013 die nächste Sitzung der KMK ist, wurde die Petition noch einmal angepasst und verschärft. Ziel ist es, Frau Löhrmann, der neuen Präsidentin der KMK, und Frau Wanka 10.000 Unterschriften zu übergeben und damit politisch Druck zu machen." 

Hier geht es zur Petition Dyskalkulie . Link zur Infobroschüre des Ministeriums .

Elternprotest in Lehnitz für die Einrichtung einer zweiten Klasse und gegen unzumutbare Schulwege für Erstklässler.

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Einschulung: Elternwille wird gestärkt!

Das Hin und Her über den Einschulungsstichtag hat wie berichtet zu Irritationen in der Elternschaft gesorgt. Der Landeselternrat hat gegenüber dem Ministerium mehr Mitspracherecht für die betroffenen Eltern gefordert. Dem wird nun offenbar in einem Empfehlungsschreiben an die Schulleitungen stattgegeben, so der Bericht in der pnn vom 9.1.2014. Danach soll der Elternwunsch, aber auch die Einschätzung der Kita, stärkeres Gewicht bei der Entscheidung über den Zeitpunkt der Einschulung erhalten.

Eingliederung fremdsprachiger Kinder

Gleich in den Unterricht oder erst ein paar Monate in die Vorbereitungsklassen? Diese Frage stellt sich angesichts der zunehmenden Zahl an fremdsprachigen Kindern, die mit ihren Eltern nach Brandenburg kommen, in vielen Schulen. Nach der geltenden Eingliederungsverordnung, die sich zurzeit in Überarbeitung befindet, entscheidet darüber die Schulleitung. Dabei spielen die Fähigkeiten und Bedarfe der Kinder, aber auch die Kompetenzen des vorhandenen Personals eine wichtige Rolle. Wenn es sinnvoll erscheint, können die Kinder aus der Vorbereitungsgruppe schon an einem Teil des Unterrichts teilnehmen, z. B. in Musik, Sport und Kunst.

So oder so - fest steht, dass Förder-Sprachunterricht eine entscheidende Maßnahme zur Integration ist. Aber nicht nur Deutschlernen, sondern auch das Einleben in eine neue Kultur und das Aufarbeiten traumatischer Erlebnisse z.B. bei der Flucht aus Kriegsgebieten muss von den Kleinen bewältigt werden. In diesem Bericht der pnn vom 9.1.2014 werden unterschiedliche Ansätze in Pots­dam beschrieben. seel

Ab 1.1.2014: Mehr Vertretungsreserve an den Schulen!

Ab dem neuen Schuljahr soll die Aufstockung der Vertretungsreserve von 3% auf 4,5% greifen. Die Hälfte der zusätzlichen Mittel werden für Neueinstellungen verwendet, die andere Hälfte geht an die Schulen in Form eines flexibel einsetzbaren Budgets. 100 neue Lehrkräfte werden eingestellt. Die Schulen erhalten darüber hinaus einen Sockel von mindestens 3000 Euro, um kurzfristige Vertretungen zu realisieren. Größere Schulen erhalten bis zu 16000 Euro. Ein Nachtragshaushalt musste eingerichtet werden.

Die Aufstockung der Vertretungsreserve war in den letzten Jahren eine der Hauptforderungen der Elternschaft.  Die Regelung wird grundsätzlich in Elternkreisen begrüßt, geht jedoch nach Auffassung von Elterngremien nicht weit genug. Unsicher ist auch, ob ausreichend Teilzeit-Vertretungskräfte auf dem Markt zu finden sind. Der Landeselternrat hatte in der Vergangenheit eine Erhöhung auf 6% gefordert. Nach Presseberichten ist der Krankenstand der Lehrkräfte inzwischen auf 7,2% gestiegen (2. Hj. 2012/13). Der Kreiselternrat Havelland hat dazu aktuell eine Petition beschlossen, siehe auch die Petition aus LOS.

Informationen zur Erhöhung der Vertretungsreserve gab es Mitte November insbesondere in der moz, in einem Artikel der MAZ und vom Bildungsministerium. seel

Verweise:

Elternqualifizierung vom LISUM Stand Jan 2017
Newsletter-Partizipation 2016-01.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
informative und leicht verständliche Broschüre des MBJS Alles zur Mitwirkung
Elternqualifizierung für Mitwirkung
Landesverband schulischer Fördervereine
Integration der zu uns Geflüchteten
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg
Elternuni 2007 - 2013
AWO-Broschüre des Projektbeirates Inklusion
Bundeselternvertretung Kitas
Bildungsministerium Brandenburg

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