Aktuelle Informationen

AKTUELLE STELLUNGNAHME

Potsdam, 27.08.2026

 

Gewalttat in Gosen-Neu Zittau: Schule muss ein sicherer Ort bleiben

 

Der Landeselternrat Brandenburg ist tief erschüttert über die Gewalttat auf dem Schulcampus in Gosen-Neu Zittau. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen der Opfer, den Schülerinnen und Schülern, ihren Familien sowie allen Menschen der Schulgemeinschaft.

 

Jetzt müssen die Betroffenen geschützt, verlässlich informiert und professionell begleitet werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche benötigen unmittelbar erreichbare psychologische Unterstützung und eine verlässliche Nachsorge.

 

Gleichzeitig muss konsequent geprüft werden, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit an unseren Schulen zu gewährleisten. Dazu gehören funktionierende Alarm- und Handlungsketten, klare Krisenkommunikation, tragfähige Schutzkonzepte und die Zusammenarbeit aller verantwortlichen Stellen.

 

Eltern müssen ihre Kinder morgens in die Schule schicken können, ohne Angst und ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder sicher lernen können. Bildung muss Vorrang haben – nicht Angst und nicht Gewalt.

 

Der Landeselternrat Brandenburg wird die weitere Aufarbeitung aus Elternperspektive aufmerksam und konstruktiv begleiten.

 

Aktuell: Der Landeselternrat nimmt heute Abend im rbb zur Situation Stellung.

 

21:50 Uhr AKTUALISIERUNG · Unterstützung für die Schulgemeinschaft

 

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat über die eingeleiteten Unterstützungsmaßnahmen auf dem Schulcampus in Gosen-Neu Zittau informiert.

 

Das Staatliche Schulamt Frankfurt (Oder) steht nach Angaben des Ministeriums in enger Abstimmung mit den Schulen, der Polizei und dem Rettungsdienst. Am Freitag werden zuständige Schulräte sowie ein Notfallteam mit schulpsychologischen Fachkräften auf dem Campus sein.

 

An der öffentlichen Grundschule „An der Spree“, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, wird kein regulärer Unterricht stattfinden. Die Kinder werden psychologisch betreut. Eltern können ihre Kinder auch zu Hause betreuen. Weitere Unterstützungsmaßnahmen werden geprüft.

 

Der Landeselternrat begrüßt, dass unmittelbar schulpsychologische Unterstützung organisiert wurde. Für die betroffenen Kinder, Jugendlichen, Familien und Beschäftigten darf diese Hilfe jedoch nicht mit dem ersten Einsatztag enden. Nach einem solchen Ereignis braucht es verlässliche Ansprechpersonen, eine verständliche und kontinuierliche Kommunikation mit den Eltern sowie eine längerfristige Begleitung der gesamten Schulgemeinschaft.

 

Wir schließen uns ausdrücklich der Bitte des Ministeriums an die Medien an, gegenüber den Schülerinnen und Schülern, ihren Familien und allen Beschäftigten der Schulen größte Zurückhaltung zu wahren. Der Schutz der Betroffenen und ihrer Privatsphäre muss jetzt Vorrang haben.

 

Wenn die gesicherten Erkenntnisse vorliegen, muss anschließend sorgfältig ausgewertet werden, wie die Alarm- und Handlungsketten, die Krisenkommunikation und die vorhandenen Schutzkonzepte funktioniert haben. Ziel darf keine vorschnelle Schuldzuweisung sein. Entscheidend ist, aus den Erkenntnissen konkrete und tragfähige Verbesserungen für alle Schulen abzuleiten.

 

Quelle der Angaben zu den Sofortmaßnahmen: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit, 27. August 2026.

 

AKTUELLE BERICHTERSTATTUNG DES RBB

 

Der rbb berichtet fortlaufend über die Gewalttat auf dem Schulcampus in Gosen-Neu Zittau und die eingeleiteten Maßnahmen.

 

Der Landeselternrat verweist auf diese Berichterstattung, damit Eltern und Interessierte aktuelle Informationen aus einer öffentlich-rechtlichen Quelle erhalten können.

 

Im Mittelpunkt müssen weiterhin der Schutz der Betroffenen, die Unterstützung der gesamten Schulgemeinschaft und ein verantwortungsvoller Umgang mit noch nicht abschließend geklärten Informationen stehen.

 

Was jetzt zählt

  • Schutz der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien

  • professionelle schulpsychologische Betreuung

  • verlässliche und verständliche Informationen für Eltern

  • Zurückhaltung gegenüber der gesamten Schulgemeinschaft

  • sorgfältige Auswertung der Krisen- und Handlungsketten

  • längerfristige Begleitung über den ersten Einsatztag hinaus

Links 

Hilfe & Anlaufstellen

Gewaltereignisse können Kinder, Jugendliche, Eltern und schulisches Personal stark belasten. Wenn Sie oder Ihr Kind Unterstützung benötigen, finden Sie hier vertrauliche und kostenfreie Anlaufstellen.

Akute Gefahr 110 Polizei Medizinischer Notfall 112 Rettungsdienst
Kinder & Jugendliche 116 111 Mo–Sa · 14–20 Uhr Eltern & Bezugspersonen 0800 111 0 550 Mo/Mi/Fr 9–17 · Di/Do 9–19 Uhr
Weitere Unterstützung

TelefonSeelsorge
116 123 · Tag und Nacht

Opfer-Telefon
116 006 · täglich 7–22 Uhr

Schulpsychologische Beratung Brandenburg

Opferschutz und Opferhilfe Brandenburg

Der Landeselternrat Brandenburg ist keine Notfall- oder Beratungsstelle. Die genannten Angebote werden von den jeweils verlinkten externen Stellen bereitgestellt. Stand: 27.08.2026.

Hinweise & Infos

Der Landeselternrat Brandenburg vertritt die Interessen der Eltern gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

 

Hier informieren wir über aktuelle Stellungnahmen, Pressemitteilungen und die Arbeit des Landeselternrates.

 

Presseanfragen
Pressestelle des Landeselternrates Brandenburg
presse@ler-brandenburg.de

 

Kontakt zum Vorstand
vorstand@ler-brandenburg.de

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Bundeselternvertretung Kitas
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